Einführung.
Die Herausgabe dieses Buches ist als ein Versuch anzusehen, einem häufig ausgesprochenen Wunsche, Einblick in die Plantagenwirtschaft Deutsch-Ost-Afrikas zu gewähren, entgegenzukommen, manche in Deutschand unrichtig beurteilten Verhältnisse aufzuklären, und im allgemeinen das Interesse für die Kolonien zu fördern. Es wird — zusammen mit einem in Bälde erscheinenden zweiten Bändchen — mancherlei Anhaltspunkte und Aufschlüsse geben zur allgemeinen Orientierung für alle, die sich mit dem Gedanken befassen, in unserer zukunftsreichen Kolonie sich zu betätigen oder anzusiedeln oder auch sie nur vorübergehend zu besuchen.
In der deutschen Heimat wird häufig das Leben und die Arbeit der Pflanzer durchaus unrichtig beurteilt. Mancher junge Stürmer glaubt an goldene Berge und läßt sich durch die Hoffnung auf leicht zu erlangenden Reichtum verleiten, die Heimat zu verlassen und draußen sein Glück zu versuchen, und erlebt dann schwere Enttäuschungen.
Im allgemeinen stellt man sich die Tätigkeit eines Pflanzers als ein lustiges Herrenleben vor, das hauptsächlich in abenteuerlichen Jagden und einem ungebundenen Leben im Vollgenuß aller Lebensfreuden bestehe, und allenfalls im Herumkommandieren von Scharen schwarzer Arbeiter, die treu die Wünsche und Befehle ihres Herrn erfüllen. Daß aber dazu, insbesondere in der Erstanlage einer geordneten