Kokospalmen und Ölfrüchte.
Äberall in der weiten Welt, soweit die Tropensonne scheint, ist die Kokospalme an den sandigen Meeresküsten zu finden, mannigfachen Nutzen spendend und hie und da, wie auf den fernen Inseln der Südsee, oft die einzige Möglichkeit wirtschaftlichen Gedeihens gewährend. Auch die Küsten Ostafrikas sind bereits vielfach mit Kokospalmen umsäumt, und neuerdings mehren sich die Versuche, plantagenmäßig diesen wertvollen Baum zu kultivieren.
Der fortdauernd wachsende Bedarf der Kulturländer an Ölen und Fetten hat im Laufe der letzten Jahrzehnte dem wichtigsten Produkt der Kokospalme, der Kopra, ganz besondere Bedeutung verschafft, um so mehr, seit man das Öl der Kopra mit Vorliebe zur Seifenfabri- kation und neuerdings auch vielfach zur Gewinnung fester fetter Säuren für Kerzenfabrikation verwendet und endlich in der Kokosbutter auch ein billiges Speisefett gefunden hat, das sich allmählich immer größerer Beliebtheit erfreut. Leider führt die deutsche Statistik erst seit dem März 1906 die Kopra besonders in den Listen des Spezialhandels auf, während sie früher mit Palmkernen und anderen tropischen Ölfrüchten zusammen verzeichnet wurde. Die Durchschnittseinfuhr Deutschlands an ölhaltigen Frischten beträgt etwa 175 Millionen