Im Bewässerungsgebiet des Pangani.
Wer den schönen Panganistrom in seinem Mittellauf beobachtet hat, wie er in schnellem Fluß zeitweilig über felsige Klippen, in niedrigen Stromschnellen hinabfließend, ein weites fruchtbares, scheinbar ebenes Gelände durchströmt, wird unwillkürlich auf den Gedanken kommen müssen, daß hier für rationelle Bewässerungsanlagen die günstigste Gelegenheit vorhanden ist.
Das Quellgebiet des Stromes sind die gewaltigen Gletschermeere des Kiboberges, sowie die Abhänge des Kilimandscharo und des fast 5000 m hohen Meruberges. Aus dem Paregebirge und von den Bergen Llsambaras strömen ihm weitere Wassermaffen zu, so daß er das ganze Jahr hindurch reichliche Mengen eines trüben, offenbar zu Berieselungszwecken wohl geeigneten Wassers dem Meere zuführt. Wenn er auch während der Regenzeit stark anschwillt, so sorgt doch die unerschöpfliche Quelle des ewigen Schnees am Kilimandscharo dafür, daß seine Wasser auch in der Trockenzeit kaum unter das Durchschnittsniveau sinken, so daß er nach freilich nur oberflächlichen, gewiß nicht zu optimistischen Schätzungen des Lerrn Bezirksamtmanns Meyer mindestens lOO odm pro Sekunde Wasser führt und mehrere Milliarden Kubikmeter während des Jahres zur Befruchtung der angrenzenden Gelände zur Verfügung stellen könnte.