Im Bondeilande.
Der Herr BezirksamLmann, von dem wir nunmehr Abschied nehmen mußten, hatte uns gewarnt, vor dem Marsch durch die „trostlose Steppe", die wir stundenlang zu durchqueren hätten, bis wir an das Hügelland von Bondei kämen. Er empfahl uns deshalb den Wasserweg. Aber von „trostloser Steppe" habe ich recht wenig gefunden; es war ein abwechselungsreiches Hügelland mit vielfachen Buschpartien und dichtem Llrwald in den Talsenkungen, mit schlanken Borassuspalmen und viel verzweigten Dumpalmen besetzt, die sich aus dem mit guten Gräsern bewachsenen, fast durchweg kräftigen, kulturfähigen Boden erhoben. Die letzten schwachen Regen hatten alle Vertiefungen des Weges oft bis zu 1 Meter hoch mit Wasser gefüllt und mehrmals hatten wir fließendes Wasser zu passieren, ein Beweis, daß das Bild der „trostlosen Steppe", das man sich in der Heimat so leicht von diesen Gebieten ausmalt, recht wenig zutrifft. Da, wo die Dumpalmen überwogen, war, wie stets an den Stätten dieser anspruchslosen Palmenart, der Boden leichter und sandiger, der Graswuchs spärlicher. Sonst aber überwog der schwere, schwarze oder rotgelbe Tonboden, den man in Deutschland als Kulturboden hoch willkommen heißen würde.
Zahlreiche Wildspuren zeigten, daß das Land zum mindesten als gute Viehweide zu benutzen wäre, und auch