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Deutsch-Ostafrika : wirtschaftliche Studien / von Hermann Paasche
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Zn Mohoro.

Die Verbindungen zwischen den einzelnen Küsten- plätzen der Kolonie sind leider noch recht wenig aus­reichend. Die großen Dampfer der Deutsch-Ostafrikalinie kommen und gehen durchschnittlich alle 14 Tage, sie laufen Tanga und Dar es Salam an, während die von Indien herüberkommende Zweiglinie derselben Gesellschaft, die sogenannten Bombaydampfer, in Dar es Salam Post und Ladung von den großen Dampfern aufnehmen, um sie nach dem Süden, nach Kilwa, Lindi, Mikindani, sowie nach Mozambique und Durban zu bringen. Zum Besuch der Zwischensätze können nur die Regierungsdampfer, von denen zurzeit drei im Besitz des Gouvernements sich befinden, benutzt werden. Auch diese kleinen, aber see­tüchtigen Dampfer fahren naturgemäß nur verhältnis­mäßig selten, denn die Küste ist lang und langsame Fahrt für die wenig leistungsfähigen Fahrzeuge geboten. Der Reisende verliert deshalb unverhältnismäßig viel Zeit, wenn er tage- und wochenlang auf die Ankunft eines Dampfers warten muß.

Jetzt, zur Zeit des Aufstandes, waren die Boote der Flotille besonders angestrengt, denn sie mußten bei den leider nicht seltenen Unterbrechungen der Telephon- und Telegraphenleitungen die Verbindung zwischen den Küstenplätzen und der Hauptstadt in häufigen Fahrten unterhalten.