Tanga.
Der Haupthafen der Kolonie.
Die Tatsache, daß kurz vor meiner Abreise aus Europa im südlichen Teile Deutsch-Ostafrikas der Aufstand ausgebrochen war, und selbst in der benachbarten englischen Kolonie niemand sagen konnte, wie weit die aufrührerische Bewegung sich bereits erstrecke, sowie die Sorge um den einzigen Sohn, der als Oberleutnant der Marine am Rufiji am Kampfe gegen die Shenzis Anteil genommen hatte, veranlaßten mich, den dringenden Einladungen des deutschen Konsuls und der Vertreter der deutschen Firmen in Mombasa zur Fahrt ins Innere nicht Folge zu geben, sondern die Reise nach zweitägigem Aufenthalt fortzusetzen.
Ich hoffte damals noch, auf der Rückreise die Llganda- bahn befahren zu können, um durch eigene Anschauung einen Anhalt zur Beurteilung der Frage zu gewinnen, welche der beiden ostafrikanischen Kolonien, die englische oder die deutsche, den Vorzug verdient.
Nicht fern von der grünen Küste des Festlandes bahnte sich unser Dampfer durch die noch immer aufgeregten Fluten des Meeres feinen Weg nach Süden. Je mehr wir uns der deutschen Küste näherten, um so anziehender ward das Landschaftsbild, weil über den grünen Küstensaum in blauer Ferne die schön gezackten