Aden.
Eine Etappe englischer Weltpolitik.
Wie froh waren wir alle, als wir endlich der Straße von Bab el Mandeb und damit dem Ende des Löllen- pfuhls uns nahten, den man rotes Meer nennt, obwohl wenige Meere so schönes blaues Wasser ausweisen, als dieser Asien und Afrika trennende gewaltige Meeresarm. Zwischen der kahlen Insel Perim und dem Kap von Bab el Mandeb dampften wir hindurch, nahe genug dem Llfer, um die ganze Trostlosigkeit dieser sonnendurchglühten, vegetationslosen Felsmassen bewundern zu können, auf deren Gipfeln die Signalstationen und Feuerzeichen die einzigen Spuren menschlicher Kultur darstellen. Ungeheure Fischzüge belebten das ruhige, warme Wasser. Zu Hunderten schwebten die großen Möven über diesen Fischmassen, die schon von weitem dadurch kenntlich waren, daß fortgesetzt etwa '/2 m lange Fische, den Schweinssischen ähnlich, in kurzem Bogen aus dem Wasser emporschnellten und die Oberfläche des Wasserspiegels kräuselten.
Sobald wir das Kap passiert hatten und unseren Kurs nach Osten richteten, in die Straße von Aden hinein, atmeten wir auf; eine frische Brise empfing uns, das Wasser ward merklich kühler, und während in den letzten Tagen das Bad in dem fast 33 o warmen Wasser des