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Bei deutschen Brüdern im Urwald Brasiliens : eine Kundfahrt / von Karl Grube
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Waldmauer in Brasilien reiten, überall harrt die frucht bare jungfräuliche Erde der Menschen, denn Natur ohne Cultur ist reizlos und öde auf die Dauer.

Die Ritte auf den unendlich weiten Kampflächen sind entschieden eindrucksvoller. In leichten Hügelketten^ von Flüssen und Uferbüschen unterbrochen, erstreckt sich die im Winde meerartig wogende Grasfläche auf Hunderte von Kilometern. Wir sind im Staate Parana einen ganzen Tag auf dem Kamp geritten und hätten noch acht Tage bis zur Serra do Mar, dem ragenden Küstengebirge, gebraucht!

Meine schönsten Ritte und Rasttage waren hier im deutschen Südbrasilien. Dankbar halte ich in treuem Er­innern all die lieben Menschen und die gewaltigen Ein­drücke fest, die mir das jungfrohe Land bot, und ehrliche Bewunderung nötigen mir die stillen, zähen Kampf­naturen ab, die den Urwald roden und brennen, kommen den Geschlechtern zu Nutz und Frommen.

Ruhmlose Helden . . .

XX!!. Blumenau

on keiner deutschen Siedelung Brasiliens ist mir der Abschied so schwer geworden wie von Blumenau! Bei der Fülle der Eindrücke läuft man Gefahr, in der Aufwallung des Augenblicks den jeweiligen Ort für den besten zu halten. Liebe Men­schen und herrliche Landschaftsbilder nehmen Herz und Sinne so gefangen, daß man leicht überschwenglich wird. Aber Blumenau ist doch die schönste Perle in dem Diadem deutscher Wohnstätten Brasiliens.

Im Staate Rio Grande do Sul ist das Deutschtum

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