dem trefflichen Manne, der natürlich auch Feinde und Neider hat, keine Angelegenheiten bereiten.
Von faulen Zahlern erzählte er noch höchst drollige Geschichten, wie sich im Urwald ganz Gerissene um die Verappung drücken. Ls gilt eben überall Meister Busch' tiefsinnige Weisheit:
„Ach, reines Glück genießt doch nie, Wer zahlen soll und weiß nicht, wie?"
Unvergeßliche Stunden waren es, die nur zu schnell vergingen. Was habe ich in diesen herrlichen acht Tagen gesehen, gelernt, erfahren! Die prächtige ^üaellandschaft erinnert an Thüringen, wenn man sich statt der Palmen And Kakteen Fichten und Buchen denkt . . .
Wie oft noch wirst du vor meinem geistigen Auge Zauberhaft auferstehen, gastliches Heim eines kernechten Germanen, den ich aufrichtig verehre!
XVll. Diamanten
ls ich noch ein kleiner Nußknacker war und das Gymnasium besuchte, las ich eine wundervolle Räubergeschichte aus Brasilien, in der auf jeder Seite Krokodile erschossen, schwarze Panther mit dem Messer im Zweikampf abgemurkst und wilde Indianer im Handgemenge erschlagen wurden. Diese herrliche Lügenhistorie verfolgte mich damals Tag und Nacht und namentlich das ideale Kapitel, in dem der Held Hans Frei — ich weiß den Namen noch — einen Haufen Diamanten im Flußsand fand und als Millionär nach Hause dampfte, imponierte mir gewaltig. Fest hatte ich mir vorgenommen, auch so ein prächtiger Diamantenfinder und reizender Millionär zu werden.
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