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Bei deutschen Brüdern im Urwald Brasiliens : eine Kundfahrt / von Karl Grube
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Ein politischer Tag

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wischen Brasilien und Argentinien besteht un­gefähr derselbe angenehme, harmonische Verkehr wie zwischen Deutschen und Tschechen im lieben Böhmerland daheim. Die spanisch sprechenden Argentiner sind entschieden weit europäischer und fort­schrittlicher als die portugiesisch redenden Vrasilier, die man uns immer noch mit der lateinischen FormBra­silianer" nennt, warum nur? Brasilisch und Vrasilier ist doch kürzer und deutscher.

Nun feierte gerade während meiner Anwesenheit in Südamerika Argentinien mit großem Pomp das Fest der hundertjährigen Unabhängigkeit vom spamchen Joch. Eine für südamerikanische Verhältnisse sehr große Ausstellung in Buenos Aires soll der Welt beweisen, daß Argentinien <m der Spitze des romanischen Südamerika schreitet.

Das wurmt die brasilische Mischrasse ganz kanni­balisch. Nun haben überspannte Studenten in Argentinien eine brasilische Fahne zerfetzt der Draht hat die Nach­richt übertrieben weitergeplaudert, denn wenn so etwas wie Kriegsrummel in der Luft liegt, wird die unterirdische Kabelstrippe" auf dem Meeresgrund ungeheuer lebendig das fordert natürlich blutige Rache. Die brasilische Fahne, auf der die stolzen Worte prangen: Oi-äsm s xroArssso (Ordnung und Fortschritt, die beiden schönen Sachen, die es in ganz Brasilien leider noch nicht gibt), in den Kot gezerrt!

Brasilien ist eine Advokatenrepublik. Verwegene Nabulisten, die an die Futterkrippe wollen, machen die Tagespolitik. Nicht dasWohl des Vaterlandes", son­dern nur die ganz schäbige Vorteilsucht entscheidet. Jeder ehrliche Vrasilier gibt im Privatgespräch zu, daß die po­litischen Zustände seiner Heimat einfach unhalbare sind und daß es unter dem Kaiserreich, das 1889 gestürzt wurde,

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