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Bei deutschen Brüdern im Urwald Brasiliens : eine Kundfahrt / von Karl Grube
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III.

Aber den Äquator nach Rio

em Ziel entgegen. . .

Rings wogende Flut, Tropensonne, fliegende Fische Meerleuchten, südliches Kreuz, Äquator­taufe, Mondnächte — das ist der Inhalt einer Ästlichen Fahrt von vierzehn Tagen und Nächten auf dem Atlantischen Ozean.

Nichts herrlicher denn eine Meerfahrt. Es liegt etwas unnennbar Befreiendes, Großes in dieser gewalti­gen Wasserwttste, die sich ruhelos wälzt und in ewigem Wechsel stets neu den staunenden Menschen im Bann hält. Das Gebirge ist machtvoll, das Weltmeer ist er­schütternd. Beiden gehört mein Herz. Aber meine ganze Liebe dem Meere!

Nach dem Nebel im englischen Kanal die stürmisch bewegten Wasser des Golfes von Viscaya, nach der herr­lichen spanischen Küstenfahrt das schöne malerische Lissabon!

And dann südwärts bei Madeira vorüber; einen Tag später am schneebedeckten Pik von Teneriffa, der gewaltig die Wolken überragt; rastlos nach Südwest strebt der eilende Dampfer. Wir fahren bei köstlichem Wetter über den Wendekreis und erspähen das südliche Kreuz am Himmel. Wir bekommen auf dem 20. Breite­grad einen Tropenregen erster Güte, der alle Gaffer vom Deck scheucht. Am Äquator ist feierliche Taufe aller Fahr­gäste, die zum ersten Male über die Linie fahren. Mit derbem Humor wird diese feuchte Posse Neptuns dar­gestellt und das spritzende Seewasser ist der Knalleffekt. Wenn auch einige zimperliche Gemüter die Nase rümpfen: dieser uralte Seemannsulk möge bestehen bleiben als echtes derbes Schifferrecht aus den Tagen der Segler!

Nur einen Fehler hat solche Neise: Man — ißt zu viel. Die Verpflegung auf den Prachtdampfern der

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