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Die Ausfahrt
ach Brasilien wollte ich immer einmal. Aber zuerst trieb mich das Schicksal nach Dollarika. Nordamerika kannte ich also, nach dem Süden wollte ich desto lieber. Und der Tag der Erfüllung kam. Wer an der „Wasserkante" geboren ist und, wie ich, die alte Hansastadt an der Clbe von der Wiege an kennt, staunt jedesmal wieder über die fabelhafte Entwicklung, die Hamburgs Welthandel unter dem Schutze des Deutschen Reiches erfahren hat. Das Hasenleben ist so gewaltig geworden, daß London und Liverpool ernstlich besorgt sein müssen, von dem Rivalen an der Elbe überholt zu werden. Und nun gar die Hamburg-Amerika-Linie! Sie ist die größte Schiffsreederei der Welt. John Bull muß da die Segel streichen: Mehr denn 200 Riesendampfer mit nahezu 1^/2 Millionen Tonnen Ladekraft vermitteln einen Weltverkehr, der alle Zonen und Erdteile umfaßt. Die Hamburg-Amerika-Linie ist die größte Schiffahrtsgesellschaft der Erde. Die „Kap Trafalgar", mit der Prinz Heinrich im Frühjahr 1914 gen Brasilien und Argentinien fuhr, gehört der Hamburg-Südamerika- Linie, die heute gemeinsam mit der nordischen Amerika- Linie den Fahrdienst in die südlichen Gewässer der neuen Welt von Hamburg aus vermittelt.
Die schmucke „Apiranga", mit der ich fuhr, ist auf der Werft von Vlohm und Voß — die durch den Bau der größten neuen Kriegsschiffe berühmt wurde — für
1 Grube, Bei deutschen Brüdern im Urwald Brasiliens.
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