Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1910) Meine Reise durchs Eweland
Entstehung
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gerade da, wo die schmiede Akpasus ein solches Kreuzeszeichen tragen, ^lochten die neugetauften Akpafuer im anderen Sinne das Aeichen des Kreuzes tragen, dainit auf der alten Kultur Akpafus die Kultur des Evangeliums immer mehr zur Herrschaft gelange.

2. Die Landschaft Boem.

kleinere Gründe bestimmten mich, wenn irgend möglich der im worden von Akpafu gelegenen Landschaft Boem einen Besuch abzustatten, vielleicht trifft der AusdruckLandschaft Boem" nickt ganz zu, ich verstehe darunter den weiten Bezirk unserer Annen stationen bis hin nach N)orawora. Hier wollte ich altes ^Nissions gebiet kennen lernen, das erst seit wenigen Iahren in unsere Leitung übergegangen war und unserer Mission lange Zeit Widerstand ent­gegengebracht hatte. Boem war nämlich in den achtziger Iahren von Anum aus bearbeitet worden. l!-i<)I hatte Basel den eingeborenen Missionar Clerk, der,jetzt noch in Late bei Akropong tätig ist, nach Worawora gesetzt, und Clerk hatte es verstanden, sich in kurzem die Herzen der BoLmleute zu gewinnen. Nachdem sich die Arbeit in der Boömlandschaft noch recht erfreulich entwickelt hatte, war es ^90' bei Gelegenheit der Inspektionsreise von Direktor Schreiber zu Der Handlungen gekommen, wonach alle im deutschen Schutzgebiet liegenden Basler Außenstationen in die Leitung der Norddeutschen Mission übergehen sollten. Maßgebend dabei waren einerseits politische, andererseits und hauptsächlich missionarische Gründe. Die Basler Mission arbeitete in der deutschen Kolonie und im Ewesprachgebiet mit ihren in Englisch und Tschi ausgebildeten Gehilfen und konnte nicht dran denken, um eines verhältnismäßig so kleinen Distrikts willen noch diese beiden Sprachen in ihren Seminarbetrieb aufzunehmen. Die deutsche Regierung wünschte mit Recht, dem Ewe und dem Deutschen auch hier das Übergewicht zu schaffen, und uns mußte daran liegen, das ganze künftige Ewesprachgebiet unter unsern Einfluß zu bekommen, da die Gründung einer einheitlichen evangelischen Ewe- kirche unbedingt das Ziel unserer Arbeit sein mußte. Die VerHand lungen führten '902 zum Ziel, und seitdem war das Kpando und Boömland allmählich von den Baslern freigelassen und mit unsern Kräften besetzt worden.