Teil eines Werkes 
Bd. 1 (1910) Meine Reise durchs Eweland
Entstehung
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gewiesen. Z. B. hat Atakvame eine Haussastadt init etwa 70 Hütten, Sie führt bei der Regierung den Namen Herberge und steht unter Aussicht eines von der Regierung eingesetzten Herbergsvaters oder Serkin. Gft findet man im Lager auch einen Lehrer, hier Limam genannt, der dann die Gebetsübung leitet. Jede Haussakolonie hat nämlich ihre Gebetshütte, an der der Ausrufer täglich fünfmal zum Gebet ruft. Dann eilt, wer Zeit hat, herbei und nachdem die vorgeschriebenen Waschungen vollzogen sind, halten sie mit bloßen Füßen dort drinnen ihre Gebete.

politisch und religiös scheinen sie bis jetzt keine Gefahr für die Rolonie zu sein. Sie scheinen eine direkte Ulissionsvrovaganda nicht zu treiben, wenn auch einige Fälle von Übertritten zum Islam angeführt werden könnten. Wohl aber heiraten die Haussamänner Lwefrauen, nur die Rlänner des Aano und Sokodestammes angeblich nicht, und dann werden die Ainder meist ohne weiteres Iflamiten. Die Leute wissen auch von Besuchen durch Hadschi (Rcekkapilger>, geben aber keine klare Auskunft über das, was die Hadschi treiben.

Wirtschaftlich haben die Haussa zweifellos eine große Be deutung. Offenbar sind sie Zwischenträger sür allen Handel in das Innere Afrikas hinein. Aber auch an der Aüste, in Südtogo, bilden sie wirtschaftlich eine flacht. Vor allen Dingen legen sie Wert darauf, den Vieh- und Fleischhandel an sich zu ziehen.

Im Verkehr mit den Missionaren sind sie immer freundlich und hilfsbereit, aber den versuchen, sie selbst zum (Christentum zu bekehren oder ihre Rinder in unsere Schulen zu ziehen, setzen sie, überzeugt von der Überlegenheit ihres Glaubens über den unseren, passiven Widerstand entgegen. Und damit bilden sie vor allem in neuen, Missionsgebiet doch ein bedeutsames Hindernis für den Rlissionserfolg, und so ist das Haussalager in Atakvame trotz mancher Beziehung hinüber und herüber eine Erschwerung für die Ülussions arbeit auf der Ansgariihöhe.

Das Hochland von Aebu und Akxosso.

Die Tage vom 6. ^0. Dezember gehörten zu den interessantesten meiner ganzen Reise, weil sie mich in ein von der Anltur noch sast völlig unberührtes Gebiet, auf missionarisches Neuland führten. Nord westlich von Atakpame erhebt sich bis zu einer Durchschnittshöhe von