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der fremden Niederlassungen und der Exterritorialität in ihrem Lande widerfuhr, den Koreanern und Chinesen gegenüber zur selben Zeit noch viel schneidiger entgegentraten, als man es gegen sie war. Gerade die Japaner haben sich sehr oft hart gegen China und die Chinesen gezeigt, während sie nicht, wie Europa und Amerika dies taten, den Chinesen durch Schulen und Missionen und aus der eigenen Werkstatt Wohltaten, Geld- und andere Hilfe und kulturelle Errungenschaften gebracht haben, die viel von dem wieder gut machen, was zweifellos durch einzelne politische Handlungen und von unverantwortlichen Menschen gesündigt wurde.
Das Leben der fremden Gemeinden in den Ansiedlungen, von denen in den zwei letzten Kapiteln die Rede war, hat große Ähnlichkeiten mit dem in den Kolonien, das selbst zu einem großen Teil durch ihr Beispiel, besonders das Schanghais beeinflußt ist. Vielleicht ist man in den Kolonien weniger selbstbewußt, weniger geneigt, das Einzelinteresse und die Persönlichkeit zu betonen; in diesem Punkte ähneln höchstens die japanischen und französischen Konzessionen den Kolonien. In reinen Handelsniederlassungen ist natürlich das wirtschaftliche Leben von größerem Einfluß auf die Gestaltung des gesellschaftlichen Aufbaues, und sie haben es auch weniger als die Kolonien vermocht, ein eigenes fremd-nationales Gepräge zu behaupten. Alles zusammen genommen aber ist der Rhythmus des Lebens in den Konzessionen und internationalen Niederlassungen ein echt kolonialer 1 ).
7. Schluß.
Die internationalen Niederlassungen teilen sich mit den Konzessionen in die Aufgabe, dem Handel der Ausländer zu dienen. Aber während die Konzessionen in gerader Linie von den Faktoreien abstammen, sind die Niederlassungen eine neue Erscheinung. Es fehlt ihnen das Moment der Nationalität, ohne das eine Faktorei nicht gedacht werden kann. Sie traten zuerst in Canton auf, wo seit dem Aufhören des tatsächlichen Ff andelsmonopols der englisch-ostindischen
x ) Lit.: Die im Text erwähnten Bücher, insbesondere auch Medhurst, Black, Twen- tieth Century etc., ferner E. v. H e s s e -Wa r t egg , »Korea«, 2. Auflage, 1904; Charles M. Dyce, Personal Reminiscences of 30 years residence in the model settlement, Shanghai, 1870 — 1900; London, 1906. Einige treffende Bemerkungen, besonders über die kulturelle Rolle Schanghais enthält H. Hack mann, »Welt des Ostens«, Berlin, 1912, S. 182 ff.; über Missionen, außer den angeführten Werken noch: La France au dehors, Les mis- sions catholiques Frangaises au XIX. siecle. Publiees sous la direction du Pere, J. B. P i o 1 e t, S. J., vol. III, Paris.