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Mädchenhandel; Löhne,
Salär-Geschichten kolportiert würden, meinte ich: „Die Hierhergekommenen wollen wahrscheinlich in ihren Briefen nach der Heimat nicht zugeben, daß sie so furchtbar enttäuscht waren? ..." „Es gibt gelegentlich auch solche, die nicht wohl der Quellen erwähnen können, aus denen ihnen eventuell Nebeneinnahmen zufließen", fügte sie hinzu. Wir sahen uns an und schwiegen beide, jede ihren ernsten Gedanken nachhängend.
Tatsache ist, daß die Lebensansprttche hier in den letzten 10 —15 Jahren sich verdoppelt haben; daß der Preis aller Lebensbedürfnisse enorm gestiegen ist; daß aber die Gehälter der Gebildeten mit diesem Aufstieg absolut uicht Schritt gehalten haben. Nur die Arbeiter- und Dienstbotenlöhne sind erhöht worden. Und eine weitere Tatsache ist, daß hier kein Geld verschenkt wird; jeder Cent muß voll verdient werden, und wer aus gebildeten Kreiseu Deutschlands zu wissen glaubt, was Arbeit ist, der soll nur hierher kommen, um es erst zu erfahren.--
MäckckenKanÄel; LöKne.
Indem ich die Leser ersuche, die letzterwähnten Tatsachen weiter im Sinne zu behalten, will ich hier flüchtig ans ein trauriges Gebiet hinüberstreifen, das damit innig verknüpft ist. Und das ist der internationale Mädchenhandel! Wir sehen in ihm einen der schwärzesten Flecken auf dem strahlenden Schilde unserer Zivilisation. Dieser erbärmliche Geschäftszweig hätte aber niemals in dem Maße, wie es der Fall ist, florieren können, wenn nicht die bedauerliche Tendenz, auch die abenteuerlichsten Snmmen als plausible Lohnsätze zu betrachten, sobald es sich um amerikanisches Geld handelt,