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Das überseeische Deutschland : die deutschen Kolonien in Wort und Bild / nach dem neuesten Stand der Kenntnis bearb. von Hutter ...
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<Z-^Q>S---^1 Entwicklung des Schutzgedietes seit der Vesel.mng iz-^i (zgs

wenn schon die Zeit nicht mehr fern ist, in welcher die ersten Eisenbalwzüge mit Kohlen die Küste erreichen und damit den Beweis bringen werden, daß der gewünschte Erfolg nicht anobleiben kann.

V. Entwicklung des Schutzgebietes seit der Besetzung

Gleich mit der Besetzung begann ein reges Leben inTsingtau. Durch einige militärische Expeditionen, die friedlich verliefen, wurde der Bevölkerung klar

Innere? des Tempels in ku kv» an der Nordqrcnze des Schutzgebietes.

gemacht, daß sie von nun an unter deutscher Hoheit stäude, doch dauerte es noch geraume Zeit, bis diese Erkeuutuis durchgedruugeu war, namentlich da derPrafekt von Tsi mo den Anofall an Steuer uicht verschmerzen kvuute mrd bis zur end­gültigen Regelung der Grenze heimlich in unserem Gebiet die fälligen Steuern einzog. Um der Ausübung des Hoheitsrechtes dauernden Nachdruck zu verleihen, sowie um für alle Eventnalitäten gesichert zu seiu, wurde sogleich die dauernde Stationierung von Truppen in Tsingtan erforderlich. Es wnrde daher ein kriegs­starkes Seebataillvn, eine Feldbatterie und ein Detachement Matrosenartillerie in Stärke einer Kompanie hinausgesandt. Bis zum Eintreffen dieser Trnppen blieb das Schutzgebiet vou Mannschaften des Kreuzergeschwaders besetzt, welche anch die von den chinesischen Soldaten verlassenen Lager als Unterkunft für jene herzurichten hatten. Welche Arbeit dies erforderte, kann nnr der würdigen, der vou chinesischen Soldaten bewohnte Lager in Augenschein genommen hat. Das frühere Z)amen des Generals Schang ivnrde als Sitz des Befehls­habers eingerichtet) später wnrde es vom nenernannten Gvnverneur bezogen. Bon Anfang an gab es aber auch schon wirtschaftliche Fragen zu regeln, die