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Das überseeische Deutschland : die deutschen Kolonien in Wort und Bild / nach dem neuesten Stand der Kenntnis bearb. von Hutter ...
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402 Dentsch-Ostafrita Q-^Q-^Q-S^IZ^SQ^?

und in solche ans Hadramant, auch Shihirileute genannt. Die ersteren, nieist gelbbrann gefärbt, hager und bvchgeivachsen, sind fast alle Farm- öesiner, die daneben mich Handel treiben, die letzteren, meist untersetzte Ge­stalten, kommen ans ihrer Heimat Schihir als einfache Krämer ins Land, können es aber mit der .^onknrrenz der ^nder meist nicht ansnehmen. Die Omanlente gehören znr keUerischen Sekte der Jbaditen <Abaditen) und sind daher den Schihirilenten, ivelche Suuuiteu sind, nicht besonders sym­pathisch.

Die Inder endlich, ein sehr wichtiges Bevölkeruugselemeut, zerfallen gleichfalls in zivei scharf geschiedene Gruppen. Die Khojas, lichtbranne, vielfach ivohlbeleibte Vente, sind schiitische Mohammedaner. Sie tragen Bein­kleider, schwarze Schuhe, ein langes Hemd, über welches fie oft einen dunklen Rock ziehen, nnd den für ihren Stamm bezeichnendeil goldbestickten Turban. Ausschliesslich Handel treibend, gelten sie als verschmitzte, gewinnsüchtige Ge­schäftsleute. Bis in die neneste Zeit hinein hatten sie die Einfuhr europäi­scher Güter uud die Ausfuhr der ^eldfrüchte »ach Saufibar völlig iu Häudeu. früher beherrschten sie den großen und kleinen Karawaneuverkehr fast aus­schließlich, indem sie Vorschüsse an Suahilileute gaben.

Ihnen stehen die aus Ratsch stammenden heidnischen Baninnen gegen­über, die den f5leischgenns; verabscheuen. Auch sie sind meist Handelsleute, doch gibt es auch geschickte Haudiverker uuter ihnen. Die Zahl der Inder dürfte U-lW nicht überschreiten.

II. Beschreibung der einzelnen Landschaften

15. Das Pangani- und das Kilimandjarogelnet

Die Taugaküste. Digvlauo. Ponoe's. llsambara. Pnre. Die Vnlintandjarvsteppe. Der Kilimandjnro

g.) Die Tangaküste

Das deutsche Gebiet beginnt am Rvrdnfer der breiten, aber dnrch eine seichte Barre versperrten nnd daher sür Dans nnr bei ^-lnt passierbareit Älündnitg des Umbnflusses. Die palmenreichen Dörfer Iimbv und Simiji im Norden der Ntiiuduug haben Wassegeynbevölkernng iBaittu).

Die Festlaudküste, ivelche der Iusel Kirui gegenüber liegt, ist flach, von langen alten Dünenmällen durchzogen, mitDnmpalmeu bedeckt und nnbeivvhnt.

Das Südeitde der Insel Kirni bildet mit der Nordknfte der Halbinsel Bomn und der ^estlandküste den nördlichsten Hafeit des dentsch-ostasrikanischen Schutzgebietes, die Bucht von Muoa. Das Städtchen Al'nva liegt knapp ant flachen Strande nnd zählt etiva <><)<> Einivohner vom Stamme derW assegeuu. Nach der See zu frei, ist es auf zmei Seiten von einer Korallensteinmaner, an der dritten von einer Psvslenboma eingeschlossen. Der Handel liegt in den Händen einiger Inder (KhosaS), ivelche ihre Artikel mit Daus über Tanga von Sansibar beziehen und audererseits das Getreide der Wadigv aufkaufen. Die Veivvhuer von Mnoa eriverben ihren Lebensunterhalt hauptsächlich durch ^ischsang uud Sesambau.

Juuerhalb der N,'tloabai, uuiveit des Ras Gomani im Süden der Ein­fahrt liegt das Dorf Gomnni mit etwa 40 Hütten. Anch hier fehlt Süß-