Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
Seite
255
Einzelbild herunterladen
 

Holländisch-Guayana (Surinam).

Staatsverfassung: Holländische Kolonie unter einem Gou­verneur (s-itz: Paramaribo). Größe: 129100 hkm, Ein­wohnerzahl: 82000.

Handel: Hauptausfuhr: Zucker, Kakao, Bananen, Mais, Reis, Rum und Melasse, Gold.

Zoll: Zollfrei sind: gebrauchte Gegenstände, die Reisende zum eigenen Gebrauch mit sich führen sowie Haushal­tungsgegenstände von Personen, die sich im Lande nieder­lassen wollen.

Währung: Holländische, 1 Gulden----100 Cents----1,68 M. Im Umlauf sind auch der altspanische Piaster (2,50 Gulden) und der mexikanische Silbervesa (2,55 Gulden).

Paramaribo, Hauptstadt und Hafen, 35000 Ein­wohner.

Gehalt: 600 bis 800 Gulden bei freier Station (ge­wöhnlich kommen nur mit Verträgen in Deutschland an­gestellte Kaufleute in Frage).

Lebensunterhalt: 1200 bis 1800 Gulden ohne freie Station.

Deutschtum: Kaiserliches (Wahl-) Konsulat. Deutsche in Handel, Minenbetriebe und Landwirtschaft. Verein der Deutschen in Surinam. Deutsche Missionare. An­nähernd 220 Deutschsprechende, darunter 150 Reichs­deutsche.

Reise: Dampfer des Königl. Holl. Westindischen Post- dienstes ab Amsterdam alle 14 Tage, Dampfer der Ost­asiatischen Kompanie in Kopenhagen alle vier Wochen, Rotterdam und London anlaufend. Fahrpreis ab Kopen­hagen 550 M, ab Rotterdam und London 500 M. Reise­dauer bis Paramaribo etwa 18 Tage. Fahrpreis ab New York 70 bis 100 S.