Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
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Kanada.

Staatsverfassung: Kanada (The Dominion of Canada) ist eine britische Kolonie mit eigener Gesetzgebung und Ver­waltung. Die Hauptstadt ist Ottawa,- hier hat auch der britische Generalgouverneur, dem ein Ministerrat bei­gegeben ist, seinen Sitz. Die gesetzgebende Gewalt wird durch das Parlament (Deputiertenkammer und Senat) ausgeübt, in den einzelnen Provinzen durch Provinzial- parlamente und Verwaltungen für deren Sonderver­hältnisse.

Lage, Einwohnerzahl: Kanada umfaßt mit Aus­nahme von Alaska den nördlichen Teil des Kontinents von Nordamerika,- es ist mit einer Ausdehnung von 9701037 ykin fast so groß wie ganz Europa. Das Gebiet ist in die neun Provinzen: Prinz-Edward-Jnscln, Neu-Schottland, Neu-Braunschweig, Quebec, Ontario, Mani- toba, Saskatchewan, Albcrta, Vritisch-Kolumbien und die Nordwest-Territorien (um die Hudsonbai und im Eis­meer gelegene Gebiete und Inseln) eingeteilt. Die Be­völkerung beträgt (1911) 7,2 Millionen Menschen, darunter kaum mehr als 100000 Ureinwohner (Indianer) im Norden und Nordwesten. Nach dem letztvorliegenden Zensus von 1901 waren unter einer Gesamtbevölkerung von 5,4 Millionen etwa 310000 deutscher Abstammung und davon 27 300 in Deutschland geboren. Die Einwanderung ist sehr groß,5(1911i über 300000 Personen, zumeist Land­wirte und Landarbeiter). Nach amtlichen kanadischen Schützungen sind seit 1901 rund 20 000Deutsche eingewandert. Landessprache: Englisch, in der Provinz Quebec Fran­zösisch und Englisch.

Klima: In einem so gewaltigen Gebiete natürlich nicht einheitlich. In den Provinzen an der atlantischen Küste, den waldreichen Provinzen Quebec und Ontario und in