Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
Seite
129
Einzelbild herunterladen
 

- 129

Klima: Verhältnismäßig gesund, Malaria kommt vor, mittlere Jahreswärme 23° bei starken Schwankungen, insbesondere in der Trockenzeit (Mai bis September), Juli und August kommt Frost vor, durchschnittliche Jahresregenmenge 1000 mm.

Reise: Reichspostdampfer der Deutschen Ostafrika- oder Woermann-Linie ab Hamburg, Rotterdam oder Antwerpen über Südwestafrika monatlich zweimal nach Kapstadt, 1. Kl. 675 M, 2. Kl. 500 M. 3. Kl. 250 M. Fahrt­dauer 28 Tage, dann Eisenbahn KapstadtKimberleu -BulawayoLivingstoneBroken HillElisabethville (Fahrtdauer 8 Tage), 1. Kl. 454 M. 2. Kl. 357 M, 3. Kl. 247 M.

Britisch-Ostafrika.

Britisch-Ostafrika umfaßt das Ostaftikanische Protektorat, das Uganda-Protettorat und das Sultanat Sansibar. Die ersten beiden Protektorate unterstehen dem Englischen Kolonialamte, während Sansibar vom Auswärtigen Amt verwaltet wird.

1. Das Ostafrikanische Protektorat.

Staatsverfassung: Englische Kronkolonie, eingeteilt in 7 Provinzen unter einem Gouverneur (Sitz: Nairobi). Lage, Einwohnerzahl, Klima: Die Kolonie liegt an der Ostküste Afrikas zwischen dem 4. Grade südlicher Breite und dem 4. Grade nördlicher Breite, ist 700000 cikm groß und zählt etwa 4 Millionen Einwohner, darunter ungefähr 2000 Europäer.

Das Klima an der Küste und im Tieflandc ist rein tropisch und ungesund, im Hochlande dagegen erträglich. Landessprache: Englisch, Verkehrssprache mit den Ein­geborenen Suaheli.

Handel: Haupt ein fuhr: Te.rtilwaren, Getreide, Lebens­mittel, Zucker, landwirtschaftliche und andere Maschinen,

9