Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
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Persien.

Allgemeines: Persie» nimmt den grüßten Teil des ira­nischen Hochlandes ein; es grenzt im Norden an Rußland, im Osten an Afghanistan und Britisch-Indien (Bclnt- schistan), im Westen an die Asiatische Türkei. ?m Süden bildet der Persische Golf und der Golf von Oman seine Grenzen. Ausdehnung- 1,645 Millionen qkm, Bevöl­kerung (Perser, Kurden, Türken, Armenier, Juden) s.bälzungsweisc 10 Millionen. Ungefähr 1200 Europäer, die meisten davon in Teheran.

Pcrsicn ist theoretisch eine verfassungsmäßige Monarchie. Eine sogenannte Verfassung sieht eine Ständcvcrtrctung lParlamcnt) und einen Senat vor. Die Selbständigkeit Pcr- sicns ist eine Selbständigkeit von Rußlands und Englands Gnaden und Rivalität. Der nördliche Teil des Landes (nördlich der Linie Chanetin-Ispahan-Jesd-Schnittpunkt der persisch-afghanistanisch-transkaspischen Grenze) ist zur russischen, die südöstlichen Teile (Linie Virdschand-Kerman- Bcndcr Abbas) sind zur englischen Interessensphäre erklärt. Dazwischen eine neutrale Zone.

Landessprache: Persisch, dann im Nordonen des Landes Türkisch, an der Golsküste Arabisch. Im Handel ist das Französische am verbrcitctsten. Im Norden ist Russisch, in den Golfhäfen das Englische von Bedeutung. Älima: Das innere Persien hat den klimatischen Charolier eines subtropischen Hochlandes; es ist rcgenarm und ohne größere Flüsse. Die Sommer sind extrem heiß und die Winter kalt. Die Trockenheit der Luft und die große Seehöhe machen das .silima erträglich und im all­gemeinen gesund. Die Golfküste dagegen ist heiß, feucht und unangenehm. Für Lungen- und Herz­schwache auf dem Hochland auch viel Wind nick)4 geeignet.