Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
Seite
60
Einzelbild herunterladen
 

60

Deutschtum: Zuständig das Kaiserliche (Wahl-) Konsulut in Karachi. Deutsches Gasthaus.

Rangoon, Hauptstadt der Provinz Burma in Hinterindien mit 293000 Einwohnern. Bedeutendster Handelshafen Burmas und wohl der größte Neisausfuhrhafen der Erde. Rangoon hat Werften und Sägewerke. Klima: Tropisch heih und feucht. Jahresmittel: 26° L. wärmster Monat (April): 29° C, kühlster Monat (Januar): 24° 0. Jahresschwankung: 5° L. Regenfall: 2510 mm. Regenzeit: Mai bis Oktober. Die Gesundheitsverhältnisse der Stadt sind im allgemeinen zufriedenstellende. Malaria kommt vor. Bei vorsichtiger Lebensweise kann es aber ein gesunder Deutscher einige Jahre aushalten. Gehalt: 300 Rupien monatlich und mehr. Lebensunterhalt: Nicht unter 250 Rupien monatlich. Arbeitszeit: Während der Saison bis zu 12 Stunden, auch Sonn- und Festtags, sonst etwa 6 bis 7 Stunden. Deutschtum: Kaiserliches (Wahl-) Konsulat. Deutsche Handelsfirmen. Deutsche Ärzte. Deutsche Geschäfte. Deutscher Klub, etwa 50 Deutsche.

Ceylon.

Ceylon, eine britische Insel an der Südspitze Vorderindiens im Indischen Ozean, ist 65996 qkm grosz und zählt etwa 4,105 Millionen Einwohner. Von diesen sind 7680 Euro­päer, die anderen Singhalesen (2,678 Mill.), Tamulen (1 Mill.), Jndoaraber, Eurasier (Mischlinge von Europäern und Singhalesinnen), Malaien u. a. Die für den Kauf­mann wichtigste Stadt ist Colombo. Verfassung und Verwaltung: Ceylon ist britische Kron­kolonie mit selbständiger Verwaltung, die übrigens von der Indiens vollkommen unabhängig ist. Die Regierung liegt in den Händen des Gouverneurs, dem ein Erekutiv- rat von 6 Mitgliedern und ein Legislativrat von