Teil eines Werkes 
1 (1913) Die deutschen Kolonien und das überseeische Ausland
Entstehung
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Landessprache: Unter Europäern ist Englisch die Verkehrs­sprache, Vom Kaufmann wird Beherrschung dieserSpracheals selbstverständlich vorausgesetzt. Im Verkehr mit den Einge­borenen ist das Malaiische in verschiedenen Mundarten üblich. Die Firmen verlangen, dasz der Angestellte sich den in Frage kommenden Dialekt im Lande selbst möglichst bald aneignet. Anstellung und Bewerbung: Wie in Britisch-Indien <siehe Seite 52). Die Verträge laufen jedoch in der Regel 4 Jahre. Die Kosten für Hin- und Rückreise trägt die Firma. Bewerbung an Ort und Stelle kommt nicht in Frage. Der Bedarf an deutschen Kaufleuten ist nur ein beschränkter. Reise: Dampfer des Norddeutschen Llovd ab Bremen bzw. Hamburg bis Singapore. Dort muß umgestiegen werden. ^. Bremen/Hamburg bis Singapore siehe Seite 72. L. Singapore bis Britisch Borneo.

Von Singapore mit Dampfern des Norddeutschen Lloyd alle 14 Tage.

Dauer: bis Sandakan 9 Tage.

Kosten: nach Sandakan, l. Klasse 75 8, 2. Klasse 50 K. Der Norddeutsche Lloyd gibt auch ab Bremen/Hamburg und Genua/Neapel Durchfahrkarten bis Sandakan ab. Diese kosten 1. bis 3. Klasse:

ab Bremen/Hamburg 1445 M, 990 M, 495 M; ab Genua/Neapel 1355 945 450 Ausrüstung: Tropenausrüstung.

Zoll: Kleidung und Schuhe usw. unterliegen bei der Ein­fuhr in Britisch-Nordbornco einem Wertzoll von 5 bzw. 10 v. H. Die Einfuhr von Waffen nach Sarawak be­darf der Genehmigung des Najah oder des Residenten.

Britis ch-Nordborneo.

Größe: Etwa 73000 qkm.

Bevölkerung: Ungefähr 200000. Hauptsächlich Malaien und viel Chinesen. Die Zahl der Europäer ist stattlich. Wichtigster Ort ist Sandakan.