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Das überseeische Deutschland : die deutschen Kolonien in Wort und Bild / nach dem neuesten Stand der Kenntnis bearb. von Hutter ...
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Groß-Nmmilaud Q---^Q-^IZ-^5ZIZ^? 309

gemacht hnt, keilreswegs als ein sehr wünschenswerter Bevölkerungszuwachs für unsere .Kolonie anzusehen. Jedoch kommen sie immerhin insofern wenig in Betracht, als es sich um eine verhältnismäßig kleine Zahl handelt, und die mehr und mehr auch in Südweswsrika sich festigenden Besit.werlMtuisse werden die Einwanderung

größerer Mengeu von Angehörigen die­ses KassernstammeS

jedenfalls verhin­dern.

Wenden wir uns nunmehr zu der letz­ten der grvßeuHaupt- laudschasteu, zu dem Nmualaud. Wir wer­den es, da es als

Siedlungsgelnet zum Hereroland in engen Beziehungen steht, nach einigen Richtungen zum Schlnsse mit diesem gemeinsam zu betrachten haben, werfen aber vorher einen Blick aus seinen geographischen Charakter und seine Bewohner.

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IV. Groß-Namaland

Im Süden der Terrasse, welche man von den Abhängen des Aivasgebirges ab in der Richtung auf Rehvbvth verlaufen fieht, findet eine vollständige Änderung im Aufbau unseres Schutzgebietes statt. Selbst demjenigen, der nur ganz oberflächlich eine Karte betrachtet, welche es in feiner Gesamtheit dar­stellt, wird sich ohne weiteres der große Unterschied aufdrängen, der sich in der veränderten Form nnd Ausdehnung der Erhebungen, in der Entwicklung der Täler uud in der Lauflänge und der Richtung der meisten Flüsse offen­bart. Es bedürfte gar nicht einmal der Verschiedenheit der Bevölkerung, um hier sofort eine große Svuderlaudschaft von den übrigen Hauptgebieteu der .Kolonie zu treuueu.

Die Nordlaudschaft dieser Hochländer gehört zwar noch ihrem Gebirqs- bau nnd ihrer sonstigen Beschaffenheit nach zu dem südlichen Hererolande. Allein scharse Trenuung vou diesem durch die zentralen Massenerhebuugen, hydrographische Zugehörigkeit ihrer Flüsse und vor allem ethnographische und historisch-politische Beziehungen mannigfacher Art berechtigen nns vollauf, die südlich auf das AwaSgebirge folgeudeu Hochläuder zum Namalande zn rechnen. In diesem Gebiet überwiegt zunächst die wellige Hochebene, streckenweise anch schon die flache, weitgedehnte Talebene. Die aus den weiten Steppen empor­steigenden Höhen erscheinen jedoch noch als Bergketten, die das Land oft um einige huudert Meter überrngeu. Neben manchen Einzelknppen erhebeil fich diese Höheuzi'ige vst mauerartig aus dem umliegenden Lande, einer Mauer auch hinsichtlich ihrer Schmalheit ähuelud uud nicht selten in geringer Höhe über dem Durchschnitt des flacheren Landes von tiefen, an einzelnen Stellen fast fcharteuförmigeu Pfvrteu durchbrvcheu, durch die selbst der schwerbeladene