>S--^'S--^>S--^Q'S--^I'S--^Q Der tropische Norden iz-i^iz--^>)?^L>Q^5? 287
ZI. Der tropische Norden
Schon Mio dem vorhergehenden, das Innere des Schutzgebietes im allgemeinen behandelnden Abschnitt wird der Leser entnommen haben, das; der änßerste Norden von Südivestafrika in vieler Beziehung nicht mit dem außer- tropifchen, fi'ir enrvpäifche Befiedelnng geeigneten Gebiet verglichen merden kann. Das ganze Gebiet, das man vom übrigen Lande sich durch eine vom Kap Frio mich dem Schnittpunkte des 20. Grades südlicher Breite mit der Ostgrenze unseres Schutzgebietes ziehende Linie getrennt denken kann, nimmt schvu lediglich infolge seiner Meereshöhe mehr an dem Tropenklima des zentralen Afrika als an dem der anßertrvpischen Gegenden der Kolonie teil. Schon die änßere Erscheinung der Landschaft in ihrer
Höhenentivick- lung zeigt, daß mir es hier mit
einem geographisch ganz für sich zn behandelnden Gebiet zn tun haben, ^n einer
nngesähren MeereoHöhe von nur 1000in breitet es sich aus, eine einzige,nngeheure Bnschwald im Grasland.
Ebene von äußerst
slacher ^berflächenform, nnr ganz selten von einer niedrige» Erhebnng nber- ragt, dagegen au manchen Stellen von ebenfalls nnr ivenig ausgeprägten, aber oft sehr ausgedehnten Niedernngogebieten durchzogen, in deren einigen die selbst mährend der Regenzeit nur langsam fließenden größeren Wasserlänfe der Nordgrenze dahillziehen. Eine solche, zeitmeilig von niedrigem Wasser erfüllte, zu audereu Zeiten trocken liegende Niederung ist die große Salzpfanne, die nnter den? Namen der Etosa- oder Etoshapfanne im mittleren Teile diefeo Landes sich findet. Diese Beschaffenheit des Landes setzt sich fort bis an den mit dem eigentlichen Schutzgebiet in so gut mie gar keinem Zusammenhange stehenden Winkel am Sambessi, eine Abgrenzung, die zu dem Svuderbarften gehört, mao diplomatische Tätigkeit je zn Wege gebracht hat.
Dies ist das Tropenland Südivestafrikas, den: alle Bedingnngen sehleu, die mau für eiue europäische Siedeluug stelleu muß. Seine Meereohöhe ist zu geriug, als daß selbst der Winter noch teil an den stärkeren Kältegraden hätte, die selbst im Hererolande eine regelmäßige Erscheinung genannt merden können. Eine vom Verfasser mit Hilfe einer Korrektur ano fünfjährigen Beob- achtnngvreihen erhaltene Temperatnrtabelle, die sehr gut zu den neuerdiugo gemouueuen Ergebuisseu stimmt, ergibt folgende Werte für die einander entgegengesetzten Jahreszeiten: