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Das überseeische Deutschland : die deutschen Kolonien in Wort und Bild / nach dem neuesten Stand der Kenntnis bearb. von Hutter ...
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^--^^^S-^z>S--^1 Nordtvgo. Landschaften und Leute Q--d-s>Q-!i-siz-^s> 217

paar, das »ach und mich zehn Mensche» äerrift, so das; die Bevölkerung ans^nivatidern vega»». Ele- saiite», Niissel, ?l»tilvue» und Paviane sind nicht selten. <>,n den Tchntteubäumen der Dörfer hocken zahlreiche Bieter nnd ^>abicl>te und Tags iiber hängen dort Tausende »nd ^lbertansende von fliegenden funden, die des Abends auf ihre Zlreif- ziige gehen nnd Morgens mit grostem (Geschrei znriickkeyren. Das Land ist im allgemeinen frucht­

bar und mau sieht grofte Felder vo» ?>ams, Mais, )Iceis und Gnineatorn. (5 s hat den ^iamen und

stände das l!(» m breite Pelt ersülll und dann oft den Verkehr auf Wochen nnd Monate sperrt, ei» sehr hinderlicher llmsland, mit dem die Reisende» ans den das Land durchziehenden Karawanen- Habe».

V. Nordtogo. Landschaften und Leute

Durch die Aufteilung des neutralen Gelnets bis zum neunten Grad sind bis jetzt in den endgültig deutschen Besitz die Landschaften Alsnire Nouri und Nauumba mit Bimbila übergegangen. Alfaire Nouri liegt zwischen Dnka nnd Oti uud gehörte früher als Unterlandfchaft zum Königreich Gonya oder Salnga. Das Laud ist mehrfach von deutschen Reiseudeu durchzogen, so 1895 vou Di-. Gruuer uud 1896 vou v. Caruap n»d scholl früher von v. Franeois uud Wolf. Letzterer ivar, um mich Salagn zu reisen, von Bismarcklmrg dllrch Atyuti ail deu Oti gekommen, den er dann bei Suruki mittels Fähre über­schritt. Jenseits des Oti, so meint er, geht das Terrain in eine Ebene über, die mehr und mehr alle landschaftlichen Reize verliert. Mit der Landschaft Nanumba betreten wir das Machtgebiet des Dagvmbareiches, dessen König oder Sultan seine Residenz in ?)endi hat. Dieser betraut seiue Brüder uud Verwandten mit der Verwaltung der Bezirke Karga, Kankanga, Samvu, Kino, Bimbila, Kvmvnngu und Sau Sugu. Die in den drei ersten Bezirkeil fitzenden Verwandten haben ein Thrvnfvlgerecht in ?)endi.

Die Aufteilung des D agombnreich es zwischen Deutschland und England, das heißt des nördlich des nennten GradeS gelegenen Gebietes desselben, ist noch nicht erfolgt. Eine gemischte Kommission unterzieht zur Zeit die einschläg­lichen Verhältnisse all Ort und Stelle eiuer Prüfung. Es ist nach dem Wort­laut des Vertrages vom 11. November 1899 anzunehmen, das; bei der end­gültigen Regelung nnr der kleinere östliche Teil des bisherigen neutralen Dagombagebietes mit der Stadt ?)endi an Deutschlaud fällt. Bei der Greuz- festsetzuug dürfte daraus Wert gelegt werden, das; die eine wichtige Knrawanen- straße voll Salaga nach Gambaga ganz in daS englische Gebiet, die andere wichtige östlich davon ziehende Handelsstraße von Bimbila über ))endi nach Sansane Miillgu ganz in das deutsche Gebiet fällt. Nach der Unterzeichnung des Vertrages von 1899 hat die deutsche Regierung wie von Nannmba auch vou ?)endistadt mit Nmgebnng Besitz genommen, ohne daß nennenswerte Schwierigkeiten ent­standen sind. Der nunmehr deutsche östliche Teil des Dagvmbareiches umfaßt demnach außer ))endistadt uud Nanumba noch Navari nnd San Sngn, welche letzteren beiden Gebiete scholl bei der Festsetzung der neutralen Zolle deutsch waren.

"Als erster offizieller denlscher steifender hat v. Fran^ois 1W8 ?)endi betrete». Als dieser

seinen Vesnch machte, wohnle» dem lLmvsange etwa <!l> Trommler, l>l>0 Krieger nnd l0M> Zu­schauer bei. (5 s war für die Deutschen nichl leicht mit diesem.Herrscher, der iiber eine gewisseMacht verfügt, ein gntes Verhältnis l>er',»stellet>. Der >!v»ig ivie seine Familie ivare» eisrig bei de» Tchivierigteile» beleiligl, welche die wenig fried­

liche Tagombabevöllernng den d»rch,;iehe»den .(iaraivanen machie. (5r nannte den völlig von Talaga ein Weib, iveil dieser vo» den ^!araivanen leine Abgabe» verlangte nnd leine Toldaten nnter- liiell. Das Perltällnis ^n den Deutschen ivnrde nocl> schlechter, als diese den inugen Vemvo als >!öuig vo» Lalaga auertaunte» gegen .^sasa, dem

Dabei l>alte allerdings ^sasa die '.'ibliängigleil Za lagas von ?>endi anerkennen miisse». To fand de»» viv Gruuer, als er 1"!>l! nach Sansane Maugu