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Das überseeische Deutschland : die deutschen Kolonien in Wort und Bild / nach dem neuesten Stand der Kenntnis bearb. von Hutter ...
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<Liu>ietivreueu. beider isl auch die Tsetseflieiie i» in Ärmel uud Veiuliiuie uutersucheu, el>e mau einem Teil deo «^ielneleo ldei >!ralui uud Tutut- die >!leiduu>i>?sl>icte au>e>N. Viele der in dienliche

s>ei>t den Oau^tiereu deo Vaudes durch dlut- svivvhl die vauol>>il>uer u>ie dao Federwild, s'ivvlit

lläftliche -^eiitipede» liegegue» ivir >^ar oft auf dem dii!> ^auze «bediel, desvudero für den weuni Tar>i- Biarsch) sie t'eivvliueu aber auch mit Vorliebe die fält auf dao Triutivasser veriveudeudeu (5ius>e- Wvl>uuu>ieu der ?.lieusn'>eu, sa das; eo au^edracht t'vreueu, eiue säiivere Pla^e.

III. Land und Leute von Südtogo

Die tLivhe beivvhneli den ganzen südlichen Teil der Kolonie zwischen Bolta und Nlvno von der Küste bis oberhalb des 7. Grades. Ihre Land- schast stößt nördlich mr ^l'knnya, Airipe, Dai, Kpele und Atakpame. Die östliche Hälfte des (5>vhegebietes ist durchaus Flachland, iu. der westlichen sinden ivir die isvlierteil Bergstöcke des Adaklit und des Agu nnd stoßen dann <in Nvrdwestrichtnng zivischen den beiden Bergstöcken svrtivandernd) nuf das Gebirge, ivelches in der Südivestecke der Koloine diesseits des Djaivvv- grenzflusseS wit niedrigen Bergzügen beginnend, in ^lvrdvstrichtnng zu bedeu­tender Höhe, Änissigkeit nnd Schroffheit sich erhebt. Mehrere Parallelketten überquerend, gelangen wir znr tLbene des Dayi uud Bolta, wo wir wit Kpandv und Lavanpv die letzten Eivhelandschasten erreichen.

Indessen ist die Bevölkerung dieses weiten Gebiets nicht einheitlicher Natnr, sondern verschieden genng, eine Folge der Berwischnng der eigent­lichen Tvgv-(5whe sum den Togosee) wit benachbarten (5ivhestämmen. So komwt im westlichen Küstenteil bei Löwe Sprache und Tnpns der Anlo des benachbarten O.nittagebietS zur Geltung, ivährend in Klein-Popo der Aneho- dialekt gesprochen ivird. jenseits des ^ivnv herrscht aber die Fv spräche. Man trifft indessen schon nahe der .^üste ans noch andere lLwhedialekte, so in Akepe uud Nospe aitf deu Dialekt der Landschaft Nnatfhä, anS welcher die Bewohner jener Ortschaften ursprünglich stawweu. So ist die Bevölkerung anch iw Aussehen verschieden genng, manchmal trifft wan Leute, besonders an der Küste, die gar nicht iu deu Negertypus zu passeu scheinen. Die Farbe wechselt ebenfalls bedeutend, wenn sie auch eiue ziemlich dunkle bleibt. Der Bartwuchs der Mäuuer ist ein geringer nnd stellt sich erst im späteren Alter ein. ^m allgemeinen sind die Leute wohlgeformt, zumal die Männer, ivährend die Frnueu kleiner und nnanfehnlicher erscheinen. Besonders machen die lang herabhängenden Brüste nnd ein eingebogenes Kreuz die Frauen unschön. Schließlich trägt auch die Ttammesmarke der Eivhe, je drei blänlich gefärbte senkrechte Hantnarben nuf Stirn nnd den Wangen, sowie die zwischen den wittelsten oberen Schneidezähnen heransgefeilte dreieckige Lücke-nicht zn ihrer Berschönernng bei.

Abgesehen von den Leuten der Küstenorte, die vielfach Kleidungsstücke vou europäischem Schuitt tragen, ist für die Eivhe das Hauptkleidnngsstnck ein großes Uwschlagetuch, das von den Männern weist so getrageil wird, daß eine Schulter uud eiu Arm frei bleiben, ivährend die Frauen es fv über die Brust knüpfen, daß beide Schultern nnbedeckt sind. Außerdem trageu beide Geschlechter Schamtücher. Die jungen Mädchen tragen ein Hüfttnch, welches bis zu den Knieen hinabreicht, lassen den Oberkörper unbedeckt oder beginnen schon frühzeitig durch ein über den Brüsten znsammengeknvtetes Tuch denselben