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Das überseeische Deutschland : die deutschen Kolonien in Wort und Bild / nach dem neuesten Stand der Kenntnis bearb. von Hutter ...
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Erforschung und Erschließung 15

über bis zum letzten Stuck des Uuterlaufes des Caniposlusses und länst diesem entlang bis zur Küste. In sanftem Bogen führt diese dann die zmeite natürliche Grenze von längerer Ausdehnung hinauf zum Beginn der Nord- mestgrenze, dem Ausgangspunkte nm Rio del Ren,.

Die Gestalt Kameruns ist infolge dieses seines Grenzlinienlaufes eine ganz eigenartige) und man braucht keiue karikierende Ader zu besitzen, um unwillkürlich au die Gestalt eines nicht gerade sehr graziösen Vogels, etma eines Wiedehvpses mit Schöpf und mit nach Osten gemendetem Schnabel zu denken.

Man braucht aber bei Betrachtuug des Greuzzuges des Schutzgebietes auch nicht pessimistisch veranlagt zu sein, um sich gestehen zu müssen, das; nur bei der Anstellung des Landes in der Ecke des Meerbusens von Guinea den kürzeren gezogen haben. Erfahren auch die Grenzen auf der meitaus längeren Strecke ihrer gauzeu Ausdehnung uvch eiue genauere Festlegung durch die bereits an verschiedene:: Stellen mit Vermessungsarbeiten beschäftigten Kom­missionen der beteiligten Nationen und ergeben sich nach der endgültigen Be­stimmung wohl sicher uoch mancherlei nicht unmeseutliche Veränderungen und Verschiebungen nn der Tatsache tatsächlicher Benachteiligung Deutschlands äudert das nichts. Wie das so kam, gehört in die Geschichte der Erschließung der Kolonie (siehe nächsten Abschnitt).

III. Erforschung und Erschließung

Deutschland besaß also uunmehr, 1884, eine Kolonie in der Ecke des Golses von Guinea von Land und Leuten mußte es, mußte die Welt überhaupt vorderhand noch herzlich menig. Gerade dieses neue Land gehörte zu deu noch nm menigst bekannten und erforschten Gebietsteilen des dunkeln Kontinents. Eiue wahrheitsgetreue Karte zeigte, deu schmalen Küstenstreifen ausgenommen, nicht viel mehr als einen großen Meißen Fleck.

Die Berichte über diesen Knstenstreifen, mit dem sich Kamerun an den Atlantik anlegt, reichen iveit ins Altertum hinauf.

Herodot erzählt im ^Z. Capitel seines IV.BncheS : Meer ab und fuhren in daS Sndmeer. So oft Es ist klar, das? ^ibneu vom Meere Hinflössen ist die Saatzeit kam, landeten sie, bestellte» daS Feld, inil Ausnahme des Teiles, der an Asien grenztwo sie gerade ivaren und warteten die Ernte ab.

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Männer ab, mit dem Befehl, ans der Heimreise im dritten durch die Säulen des Herakles und

durch die Tänlen des Herakles zn fahren und so gelaunten nach Aliupten. Sie erzählten al>er

iiber das Nordmeer nach Aiiupten zurückzukehren. waS mir zwar nicht glaublich ist das; sie bei ihrer

Das mttre also die erste Umseglung Afrikas, bei der die Rückfahrt längs der Westküste statthatte, uud die demnach auch an dem Gestade Kameruns vvrbeiführte.

Der karthagische Flotteuführer Hanuo war eo dann, der dem kühnen Zug seiner Ahnherren folgte) nur schlug er die umgekehrte Richtung ein. Im Tempel in Karthago legte er den nnf Erztafeln eingegrabenen Bericht über seine Expedition nieder.

Er ist derart ,ie»an, das; man danach mit ziem- slos; lie^au^e», lästt sich ans deu Schlußsätze» des

licher Sicherheit die eiuzelueu Punkte an der West- Berichtes solider», und sind gerade diese von hohem

tiisle Afrikas bestimme» tau», die die larthmiische Interesse,- deu» >>>>a»»o war ihnen zufolge biS in

Flotte a»>iela»se» bat. A»ch wie weit der Vor- die Bai von Biasra >iela»>it n»d hatte de» ^!ai»er»n-