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9. Gegenwart und Zukunft des alten Ophir.
Verhältnisse in Südafrika überhaupt demnach auch Maniealand sich emporheben müssen.
Von den Höhen Manicas, etwa von der mächtigen Kuppe des Venga-Berges, schweift der Blick gegen Nordosten über die weite Pungwe-Ebene bis tief in Macombe's Land hinein. Die Eisenbahn senkt sich von Macequege aus schnell in das eigentliche Tiefland hinunter. Wir kommen in echten afrikanischen Busch, der aber teilweise wirklichen Hochwaldbestand darstellt, hinein. In weiten Kurven und Windungen zieht sich der Schienenstrang gegen Südosten und durchschneidet zum Teil, besonders nach der Regenzeit, Landschaften von tropischer Vegetation und Üppigkeit.
Ein portugiesischer Schriftsteller des 16. Jahrhunderts sagte einmal, es sei merkwürdig, dass die Natur den Goldreichtum mit Vorliebe an den sonst dürrsten und trockensten Stellen der Erde entfaltet habe. Es scheine, als ob sie ihre Energie an solchen Punkten völlig auf die Hervorbringung des edlen Metalles konzentriere. Diese Bemerkung bezieht sich ohne Frage vornehmlich auf die geheimen Goldschätze des trockenen Macombe-Landes, von denen unsere Expeditionen einige bereits wieder aufgefunden haben. Wie meine Leser schon aus dem ersten Kapitel wissen, kommen wir hier recht eigentlich in das fabelhafte Reich des mittelalterlichen Monomotapa, oder des Königreichs von Sofala hinein. Ich bin hier noch nicht in der Lage, die Einzelheiten unserer Entdeckungen der Öffentlichkeit genauer vorzulegen, da die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind. Aber, wenn dies geschehen kann, dann werde ich den Bau einer Eisenbahnlinie, etwa von Chi- moio oder Bamboo Creek durch das eigentliche Macombe- land an den mittleren Zambesi, vielleicht mit einer Abzweigung durch Gorongoza, vorschlagen. Nicht nur wird eine solche Linie reiche Goldfelder, sondern auch Kohlen- und Diaman- tengrund erschliessen. Dies wäre der einfachste Weg, um die lästige Macombe-Frage, welche jede Unternehmung zur Zeit dort lähmt, endgiltig aus der Welt zu bringen. Das Macombe- land verfügt über eine grosse Menge von Arbeitskraft, welche der Erschliessung des Landes endlich nutzbar gemacht werden sollte. Gegen einen Eisenbahnbau kann sich auf die Dauer