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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Geographisches Ergebnis.

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von Priestern, Hofbeamten, Kriegern und Volk nahte sich dem Heiligtum des göttlichen Schutzherrn von Theben, die heiligen Männer mit Opfergaben, die Krieger mit Friedenszweigen in den Händen. Speise- und Trankopfer wurden hergerichtet, und lauter Jubelruf ertönte von den Lippen der freudig erreg­ten Menge."

Petrie, welcher viel kürzer ist als Brugsch, nennt den Bruder der Königin, welcher dem Amon opfert, mit seinem geschichtlichen Namen: Tahutmes (oder Thotmes) III. Be­treffs der Fettheit der Königin und ihrer Tochter bemerkt Petrie, dass sie wahrscheinlich eine Folge des Schönheitsideals der Afrikaner sei, wie heute in Südafrika. Die Genauigkeit der Darstellung im Detail erklärt er durch die Thatsache, dass Künstler den Zug begleitet haben, weil die Seefische neben den Schiffen ganz genau gezeichnet sind, auch die Königin und ihr Esel, die Häuser und Bäume, alles von einem Augen­zeugen skizziert zu sein scheint, (s. a. a. O. 8284.)

Fassen wir alle diese Angaben scharf zusammen, so haben Geographi-

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wir in der That in ihnen Anhaltspunkte, um gewisse geogra- gebnis . phische Schlussfolgerungen ziehen zu können.

Die Expedition wird auf 8 Segel-Ruderbooten unternom­men, welche ihrer Bauart nach seetüchtiger waren, als die Dhows, mit denen die Araber heute den Indischen Ocean befahren.

Wie lange die Schiffahrt, wie lange überhaupt die ganze Expedition gedauert hat, das wird nicht gemeldet. Aber wir erfahren, dass das Land, welches sie erreichten, für den Ägyp­ter eine nie gesehene Welt war, welche ihm Wunder über Wunder offenbarte, und dass seine Eingeborenen ihr Er­staunen aussprechen, wie es möglich gewesen sei, dass die fremden Männer ein so fernes und unbekanntes Land erreichen konnten.

Diese Eingeborenen sind in ihrer Barttracht den Ägyptern selbst ähnlich. Sie wohnen in kleinen, auf Pfählen errichteten kuppeiförmig gestalteten Hütten, zu deren Eingang eine Leiter führte. Charakteristisch für die Weiber ist ihre Fettwanstigkeit, wie sie heute noch in Südafrika als Schönheit gilt."