270
7. Südafrika, das Ziel der Ophirfahrten.
und heisst der Cuarna, obwohl andere Völker im Innern ihn Zambere nennen (Zambesi). Dieser Arm ist der weitaus mächtigere, schiffbar über 250 Lieues, und in ihn ergiessen sich 6 grosse Nebenflüsse: Panhanes (Hanyani?), Luamgua (Oangwe) Arruya (Ruia oder Luia), Manjovo (Majova), Ina- dire (?) (Mu'ira) und Ruenia (Ruenje), welche alle Benomatapa's, Land entwässern, und von denen die meisten viel Gold herunter bringen, welches aus dem Lande genommen wird. So formen diese beiden Flussarme mit der See an der anderen Seite das Königreich von Sofala in eine Insel um, welche einen Umfang von über 750 Lieues haben mag."
Dies schrieb De Barros auf Grund arabischer Quellen. Ich erinnere hier noch einmal an die früher angeführte Mitteilung des Eupolemos, wonach König David Minenleute nach der Insel Urphe oder Upher gesandt habe. Vermutlich war die Vorstellung, dass Sofala eine Insel sei, uralt.
Dass in diesem Minenland von Sofala noch eine Reihe von Namensanklängen an eine Sabäer-Epoche bestehen, habe ich wiederholt erwähnt. Der Sabifluss, der in seinem Oberlauf Ru- oder Lu-Sapi genannt wird, Massapa bei Inja-ka-Fura, Massapa südlich von Sena, Umsapa in Melsetter, sie alle klingen wie eine dumpfe Erinnerung aus grauer Vorzeit zu uns herüber, an eine Geschichtsepoche, da Sabäer hier herrschten und das Gold des Landes verarbeiteten.
Ein unmittelbarer Namensrest aus dem A. F. R.-Zeitalter dieses Gebietes ist in den verschiedenen Furas haften geblieben. Wir haben gesehen, dass Fura bei den Makalanga „Mine" bedeutet, und dass nach Couto die Araber es „Afur" nannten. Es ist bezeichnend, wenn Couto sagt: „und es ist Ophir, denn die Kaffern nennen es „Für" und die Araber „Afur"." Die Identität des Wortes Afur und Ophir zu beweisen, scheint ihm nicht nötig. Auch Couto hatte arabische Mitteilungen zur Unterlage. Seine Ausführungen beweisen also, dass die Araber seiner Zeit Ophir und Afur und Sofala für identisch hielten. Couto's Auffassung wird bestätigt durch den von mir gefundenen Atlas vom Jahre 1705, der meldet: „Bei diesem Ort (Massapa) ist der grosse Berg Fura, sehr reich an Gold, und es gibt Leute, welche behaupten, dass dieser Name Fura durch