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7. Südafrika, das Ziel der Ophirfahrten.
Umfang dieser Terrassen berechnet, wie gesagt, Edwards auf 150 englische, nicht ganz 10 deutsche Quadratmeilen. That- sächlich liegt die Hauptzone etwa 15—20 engl. Meilen südlich von Nhani, wo wir auch am Fuss der terrassierten Höhen die Trümmer der grössten Ansiedlung fanden. War hier vielleicht der Sitz der Hohenpriester der alten Bevölkerung und der Mittelpunkt ihrer religiösen Feier? Und standen die Terrassen im Zusammenhang mit dieser wesentlichen Seite semitischen Volkslebens?
Inyanga heisst „Mond" in der Sprache der Eingeborenen, und dieser Name hat überall eine gewisse übernatürliche Nebenbedeutung. Ist er möglicherweise eine Rückerinnerung an eine Geschichtsepoche, wo dieses Land der Mittelpunkt der Anbetung der Gestirne war, wie sie die Ursemiten über alle Zonen unseres Planeten trugen ? Ich weiss es nicht, und lasse diese Frage für weitere Untersuchungen offen. Es genügt hier, festgestellt zu haben, dass wir auch in Inyanga die Ruinen einer alten semitischen Vergangenheit finden, verschieden vom Simbabwe-Typus, aber augenscheinlich älter als dieser, und dass der Inyanga-Typus derselbe ist, den wir am Zam- besi fanden.
Die Ruinen neueren Datums in Inyanga interessieren uns im Zusammenhang dieser Untersuchung nicht. Eine portugiesische Epoche ist hier klar nachzuweisen, wie schon Dr. Schlichter bemerkt hat. Ich persönlich bin durch die Güte von Mr. Birch in Umtali in den Besitz einer grossen Anzahl von Münzen gelangt, welche in diesem Lande gefunden wurden. Darunter befindet sich eine portugiesische Goldmünze aus dem Jahre 1598, augenscheinlich an Ort und Stelle aus Inyanga-Gold geprägt, 3 Silbermünzen und 36 Kupfermünzen verschiedenster Nationalität. Das alles beweist, dass Inyanga noch bis zur Neuzeit das Ziel lebhaften Handelsverkehrs gewesen ist. !)
Manicaiand. An die Inyanga-Ruinen schliessen sich die Überbleibsel in Maniealand an. Nur haben wir hier einen ausgesprochenen Goldminendistrikt vor uns, mit Arbeiten aus verschiedensten
] ) Siehe hierzu Anhang F.