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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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7. Südafrika, das Ziel der Ophirfahrten.

Alles dies können wir in den Gebieten zwischen Zam- besi und Sabi, aber nirgendwo sonst am Indischen Ocean nachweisen. Hier befinden wir uns in einer der reichsten und ausgedehntesten Goldformationen, welche es auf unse­rem Planeten gibt. Hier sind viele tausende von alten Minen gefunden, welche 50, 150, 400, 600, 900 bis 4000 Fuss tief hinuntergehen, und aus denen seiner Zeit Millionen tons von Golderz emporgearbeitet sein müssen. Hall und Neal in ihrem gerade erschienenen höchst nützlichen BuchThe an- cient Ruins of Rhodesia" zählen über 240 moderne Minen auf, auf denen solche alten Werke in grosser Anzahl sich be­finden. Vom Norden des Zambesi bis zu den Murchison- Bergen in Transvaal, vom Gorongoza und dem unteren Sabi bis über den Hanyati und nach Bechuanaland gegen Westen reicht diese Kette alter Goldminen. Auf 750,000 englische Quadratmeilen schätzen Hall und Neal dieses Gebiet, in wel­chem sie an 75,000 alter Minenwerke berechnen. Hier haben wir endlich die alten Ruinen, ganze Städte, Festungen und Tempel, deren 500 geschätzt werden, durchweg mit dem Cha­rakter der südarabischen, himyaritischen Kultur und mit den Symbolen des alten Baal-Ashera Dienstes.

Ich frage, welch' anderes Land auf der ganzen Erde kann gegen diese Thatsachen in die Schranken treten?

Wenn ich dazu noch darthun kann, class selbst der ehe­malige Name A. F. R. an verschiedenen Stellen dieses Gebietes, wenn auch verstümmelt, haften geblieben ist, so habe ich meinen Fall nicht nur indirekt, sondern auch positiv klar und deutlich erwiesen.

Es sei mir gestattet, zunächst kurz das Beweismaterial zusammenzufassen, welches eigener Augenschein mir auf meinen Expeditionen in diesen Gebieten geliefert hat.

Am Zambesi, östlich von der Lupata-Enge, gegenüber dem Rufumbo-See, fanden wir den alten, halb sagenhaften Distrikt Fura wieder mit uralten Trümmerhaufen, welche aber deutlich ihre Zugehörigkeit zum altsemitischen Kulturkreis noch zeigen. Der Wall um die Mitte des Hügels, die Betylae, der eine Phallus, den ich zufällig auffand, sind typisch für pu- nische Bauten. Um diese alten Ruinen, aus denen über Jahr-