Arabische Theorie.
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ten Hiram's und Salomo's bis Südafrika fuhren, so blieben sie also nicht in Südarabien, und nieder geht die Theorie, dass das Gold wohl aus Südafrika kam, von den Mittelmeervölkern aber in Südarabien in Empfang genommen wurde.
Ich fasse die Gründe zusammen, weshalb ich nicht glaube, dass die Flotte der Könige Hiram und Salomo ihr Endziel in Südarabien hatten.
Ich glaube nicht, dass der Beherrscher des kontinentalen jüdischen Reiches eine See-Expedition nach dem Sabäerland schickte, wenn die Königin der seefahrenden Sabäer eine Expedition über Land in die Hauptstadt des Judenlandes unternahm.
. Es ist ausgeschlossen, dass die Juden Gold in Südarabien selbst gearbeitet haben. Auch war Arabien nicht goldreich genug, um die Massen zu liefern, welche durch die Ophir-Expeditionen nach Jerusalem kamen.
Es ist ferner ausgeschlossen, dass Salomo Gold in solchen Mengen, wie es vielleicht vom Ausland nach Arabien gekommen sein mochte, dort durch Tauschhandel erwerben konnte. Sein Land war nicht imstande, die erforderlichen Tauschartikel zu produzieren.
Arabien konnte auch das Elfenbein nicht liefern, welches als zweiter Artikel der Ophirfracht genannt wird.
Ebensowenig gab es in Arabien die Algumim (edlen Hölzer) und Tukkhiim (Pfauen oder Perlhühner).
Auch sprechen die drei Jahre, welche als Dauer der Ophir-Expeditionen genannt werden, dagegen, ihr Ziel in einem Hafen Arabiens zu suchen.
Arabisches Gold neben dem Ophirgold fand seinen Weg nach Jerusalem (s. Kön. X, 15). Wahrscheinlich gehört das Parwaim-Gold, welches II. Chronika 3, 5—6, erwähnt wird, unter diese Klasse. „Das grosse Haus aber spündete er mit Tannenholz und überzog es mit dem besten Golde, und machte darauf Palmen und Kettenwerk. Und überzog das Haus mit edlen Steinen zum Schmuck, das Gold aber war Parwaim-Gold." Diese Erzählung bezieht sich auf den Tempelbau, welcher nachweislich stattfand, bevor Salomo Schiffe in Ezeon-Geber bauen Hess. Ich bin daher der Meinung,