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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Quellen.

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Schreibung hin zu suchen, sei es im Walde oder in der Steppe, so thut man gut, sich alle Merkmale genau einzuprägen, an denen man ihn erkennen kann. So werden auch wir alles das, was unsere Belegstellen uns über das Salomonische Ophir mit­teilen, klar zusammenfassen, und uns immer scharf vor Augen halten müssen. Wir sind da aber im Wesentlichen angewiesen auf die Notizen in dem Buch der Könige und die mit ihnen kor­respondierenden in der Chronika. Das Buch der Könige ist augenscheinlich der Niederschlag der Annalen, wie sie am Hofe des Königs Salomo von Jahr zu Jahr niedergeschrieben wurden. Die Chronika ist eine spätere Überarbeitung der­selben Quelle und ist, nach Ewald, erst um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. entstanden. Wo Buch der Könige und Chronika von einander abweichen, verdient demnach das erstere den Vorzug.

Neben diesen wesentlichen geschichtlichen Quellen für v die Ophir-Expeditionen haben wir die sogenannte Völkertafel der Genesis (X, v. 2530) zu beachten. Hier erscheint Ophir in folgendem Zusammenhang:Eber, Urgrosssohn von Sem, zeugte zwei Söhne. Einer hiess Peleg, darum dass zu seiner Zeit die Welt zerteilet ward. Dess Bruder hiess Jaketan. Und Jaketan zeugte Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Iarah, Hado- ram, Usal, Dikela, Abimael, Seba, Ophir, Hevilah und Jobab. Das sind alles Kinder von Jaketan. Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den Berg gegen den Morgen."

A. H. Sayce, der hierin von Dr. Eduard Glaser unterstützt wird, erklärt, dass dieseVölkertafel" keinen Anspruch erheben könne, ein ethnographisches Verzeichnis darzustellen. Sie sei rein geographisch, d. h. gebe eine Liste von arabischen Orts­namen. Bemerkenswert ist, dass der in ihr erwähnte Eber viel­leicht der Stammvater der Hebräer ist, welche damit also auf Südarabien und die Phöniker, als ihre Urheimat zurückgeführt werden. Ophir erscheint hier zwischen Seba und Hevilah. Die ganze Gegend, um welche es sich handelt, ist durch V. 30 geographisch genau bestimmt. Mesa oder Mesha ist nach Ritter (Erdkunde XIV, 372) das heutige Musa, und Sephar, das spätere Dhafar, Dhofar bei Mirbat im Weihratichlande, jetztIsphor"