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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Minenarbeit am Sabi.

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uns. Interessant war uns, hier auch Spuren moderner Pro- spektierungsarbeiten wahrzunehmen, ja europäische Werkzeuge in einem Loch zu finden. Das Rätsel klärte sich auf, als wir nach einer halben Stunde den südlichen Grenzpfahl des vor­erwähnten Mr. Browne fanden. Wir waren hier also auf dem von ihm prospektierten Grund, welchen ich später, da er seit Jahren abandoniert war, für mich habe registrieren lassen. Wie meine Leser sich erinnern, war der arme Mr. Browne auf dem Wege zum Minenamt in Umtali zum Zwecke der Registrierung dieses Besitzes in Melsetter von einem Löwen getötet worden, und die Sache war damit aufgegeben. Da Mrs. Moodie mir gesagt hatte, dass ihr verstorbener Mann, ein Sachverständiger in Kupfer, die Proben Browne's gesehen, und sie für abbaufähig befunden hatte, war uns hier ein gut Stück Prospektierungsarbeit gewissermassen unverdient in den Schoss gefallen. Nachdem wir den ungefähren Umfang des Browne'schen Grundes festgestellt hatten, dessen genauere Erforschung wir uns vorbehielten, stiegen Blöcker und ich mit unserem schwarzen Gefolge von neuem in die Steppe und zogen sechs weitere Meilen in südlicher Richtung.

Durchaus blieb das Kupfer andeutende, grün gefärbte Geröll vorherrschend. Gegen Mittag überschritten wir das trockene Flussthal des Injambaba und stiegen noch einmal den Abhang hinauf. Hier fanden wir zwar keine alten Ar­beiten, aber genau dasselbe quarzitische Reef im Schiefer, an dem entlang die alten Kupferarbeiten oberhalb sich be­finden, und aus welchem, wie Schlatin's Sohn mir sagte, wir Kupfer gewinnen könnten, wenn wir einen Schacht hinein­treiben wollten. Weiter südlich, sagte er, seien wieder alte Arbeiten. Wir hatten damit den Gürtel der alten Werke auf mindestens 20 Meilen bestimmt. Aber es ist sicher, dass er sich, nach Norden wie nach Süden, weit über diese Zone hinaus erstreckt. Zufrieden mit dem Ergebnis unserer Arbeit, nahmen wir unser Frühstück ein, unter einem mächtigen Baobab-Baum, von wo aus wir einen herrlichen Überblick über den Silberfaden des Sabi hatten, welcher sich von Nor­den nach Süden hinzog, um sich am südlichen Ende unseres Schieferabhanges in weitem Bogen gegen Osten zu wenden.

Peters, Im Goldland des Altertums. 13