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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
Entstehung
Seite
176
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Nuancen und Beleuchtungseffekte. Dies ist das einzige Künst­lerische, dessen ich mich rühmen kann. Ich glaube an das Ein und All" des Pantheismus, und diesem Glauben ge­mäss empfindet meine Seele auch.In ihm leben, weben und sind wir." Um 10 Uhr überschreiten wir den herr­lichen klarenSilverstream" und frühstücken hernach an einem ebenso klaren Waldbach, wo uns zwei Buren-Ochsen­wagen, welche vom Süden kommen, vorbeifahren.

Am Nachmittag nimmt der Himmel einen fast drohenden Charakter an und einzelne Regentropfen fallen hernieder. Aber der Sonnenuntergang bringt uns wieder die ganze strah­lende Glorie Südafrikas. Um 57 2 Uhr liegt das Thal, in welches wir hinabsteigen, blau in blau, in feinsten Abstufun­gen vor uns. Aber eine Viertelstunde später kommt der Son­nenball noch einmal zum Vorschein, alles mit glänzendem Gold färbend. Dann steigt die Nacht empor. Am westlichen Horizont aber leuchtet uns die Mondsichel mit ihrem sanf­ten Schein.

Immer - näher kommen wir dem Schauplatz uralter ge­schichtlicher Thätigkeit. Schon werden uns im Südwesten Erhebungen gezeigt, welche dem Sabi angehören, wo eine alte Rasse vor langen Zeiten Minen bearbeitet, und Tempel und Festungen errichtet hat. Vom Norden des Ophirlandes kommend, am Zambesi, nähern wir uns nunmehr dem ge­heimnisvollen Hinterland von Sofala, dem die Sabi-Ruinen und auch das vielbesprochene Simbabwe angehören. Abstieg. 24. April. Wir lagerten gestern Abend 1283 m (4344 Fuss) hoch und begannen unseren heutigen Marsch damit, etwa 450 rh ziemlich steil herunterzusteigen, eine schwere Arbeit für die Ochsen. Indes kam der Wagen schneller, als ich erwartet hatte. Damit haben wir das eigentliche Mel- setter-Hochplateau verlassen. Wir sehen es wie ein mäch­tiges Massiv von Nordost gegen Südwest streichen, fransen­artig in die tiefer liegende Stufe, auf welcher wir uns jetzt befinden, herabfallend. Wir setzen unsern Marsch gegen Süd­westen, dem Hochplateau parallel, den Morgen über fort. Die Formation ist Sandstein; hier und da zeigen sich grün gefärbte Stücke, das erste Anzeichen von Kupfer. \2 1 j 2 Uhr