Reiseplan.
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Melsetter Strasse bei Umtali.
Am 3. April 1901 traf ich in Umtali ein, um meine Sabi- Expedition in Angriff zu nehmen. In Macequege war Herr Blöcker zu mir gestossen, der von unseren Stationen am Zam- besi kam. In Umtali engagierte ich Mr. De Closs, einen Kanadier, welcher 4 Jahre Kupfer in Arizona (U.S.A.) bearbeitet hatte.
Ich beschloss, die Expedition mit einem Ochsenwagen Reiseplan, zu machen, da zur gegenwärtigen Jahreszeit im Melsetter- Distrikt, durch den die Reise geht, für eine grössere Trägerkarawane kein Essen zu kaufen ist. Ich arrangierte deshalb mit einem Herrn in Umtali für ein Gespann von 8 Ochsen, da wir noch nicht einmal 2 Tons Ladung hatten. Die Osterwoche kam störend zwischen unsere Ausrüstungsarbeiten, aber am Mittwoch den 10. April waren wir doch mit Allem fertig, so ! dass ich nachmittags um 3 Uhr Blöcker und De Closs mit dem Ochsenwagen fortschicken konnte. Ich selbst folgte gegen 4 Uhr per Reitesel. Bereits 1 / 2 Meile hinter Umtali auf der Melsetterstrasse an einem Hügel hinter dem Eisenbahndamm stiess ich jedoch auf meinen Wagen, der ,,fest sass". Das Gespann, oder „team", konnte selbst unsere kleine Last nicht ziehen. Es blieb mir nichts übrig, als ein Lager aufschlagen zu lassen und nach Umtali zurückzureiten, um neue Anordnungen zu treffen.
Glücklicher Weise trafen am folgenden Tage Buren vom Selinde-Berg aus dem Penhalonga-Thal mit drei Ochsenwagen in Umtali ein. Mit einem von ihnen, namens Bekker, kam ich um ein Gespann von 16 Treckochsen überein, und mit Hilfe
Peters, Im Goldland des Altertums. 11