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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Inyanga-Touren.

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schwemmt gewesen sein müssen. Ich gebe zu, dass auch meine Erklärung noch weiterer Belege bedarf. Einstweilen halte ich sie bis zum Bekanntwerden neuer Thatsachen, welche ihr widersprechen, als die wahrscheinlichste fest. Mr. Nords, dem ich sie 14 Tage später im Einzelnen darlegte, stimmte mir im Ganzen bei.

Nach einigen interessanten Stunden verabschiedete ich mich von der Farm und begab mich zum störe zurück, wo ich Herrn Gramann mit Mr. James und zwei Polizisten noch bei einem späten Frühstück in ziemlich animierter Stimmung fand. Die Erfahrungen der letzten Nacht veranlassten mich, meinen Schlaf wieder in meinem Zelt zu suchen. Unsere Mahlzeiten aber nahmen wir in den nächsten Tagen regelmässig im Store ein.

Am Morgen des 14. August brachen wir mit der Sonne '" yi

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auf, um einen Vorstoss in westlicher Richtung zu machen, in das Flussgebiet des Ruenje hinein. Wir marschierten über gewelltes Terrain, welches von quarzitischem Sandstein all- mählig in Granit übergeht. Gegen 8 Uhr entdeckte ich ein Quarzreef, das in Schiefer lag und Spuren alter Bearbeitung zeigte. Wir hatten alsbald eine mächtige Bergumrandung zu überschreiten, welche als die westliche Begrenzung des eigentlichen Inyanga-Thales angesehen werden muss, und stiegen alsdann bis auf etwa 1400 rrj ab. Nachdem wir einen rauschenden krystallklaren Bach überschritten hatten, kamen wir gegen 11 Uhr an Felder und bald darauf zur Farm des Mr. Hudson, wo wir eine kurze Rast machten und mancher­lei interessante Auskunft erhielten. Gesten 12 Uhr traten wir

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den Rückweg an und, nachdem wir das am Morgen entdeckte Reef nach beiden Seiten hin verfolgt und durch discovery notices für uns belegt hatten, kehrten wir 5 l / 2 Uhr sehr er­müdet in's Store zurück, wo wir die Freude hatten, ein Tele­gramm von Herrn Blöcker vorzufinden, der mir das günstige Ergebnis seiner Untersuchung der Injabanda-Reefs mitteilte.

Einen ähnlichen Vorstoss machten wir am folgenden Tage in die östliche Umrandung des Inyanga-Thales auf den Inyan- gadze zu, wo wir durchweg quarzitischen Sandstein fanden. Herr Gramann wusch an dieser Seite den Sand des oberen