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4. In Inyanga.
Hess, antworteten sie mir brüllend: „Ndara, ndara !" (Hunger, Hunger!) Ich griff nun zu einem Stock; aber wie Spreu vor dem Wind war die ganze Gesellschaft in den Feldern verschwunden. Darauf rief ich ihnen zu: „Lauft nur fort, lauft alle fort. Ihr werdet in Tete mein Telegramm vorfinden, welches Euch in's Gefängnis befördert. Ich werde Leute genug, auch ohne Euch, hier bekommen."
Darauf kamen die Träger-Aeltesten zu mir und sagten, sie dächten nicht daran, auszureissen; die Leute wären nur erschreckt gewesen. Sie wollten ihre Arbeit jetzt thun. Ich sprach ruhig zu den drei Leuten, ihnen unsere Lage klarlegend: „Ihr wisst sehr wohl, dass ich Getreide kaufen würde, wenn etwas hier zu haben wäre. Aber lasst uns an die andere Seite des Ruenje marschieren. Dort werden wir Nahrung finden."
Gegen Westen also brachen wir auf, indem wir die Strasse nach Matoko's Land einschlugen. Bald kamen wir auf eine Wagenspur, welche hier durch Busch, dann durch Sumpf und dann wieder über Felsblöcke hinüberführte. Die Insassen müssen eine nette Fahrt gehabt haben. Der Weg brachte uns alsbald in eine grossartige Gebirgslandschaft. Granit, wohin wir blickten, mit all' seiner schroffen Schönheit, überzogen abwechselnd von Busch- und Hochwald. Gegen 11 Uhr erreichten wir den Ruenje, welcher, an 150 Fuss breit, schnell durch schroff abfallende Felswände dahinfloss. Wir fanden ein Boot am Ufer, aber es war so klein, dass ich ihm unsere Lasten nicht anvertrauen mochte. Glücklicherweise entdeckte einer meiner Leute einige hundert Schritte stromaufwärts eine primitive Brücke, auf welcher wir den Fluss überschreiten konnten. Hier war Diorit in den Granit eingelagert, den wir auch am rechten Ufer strichweise wiederfanden, mit streifenweise auftretenden Quarz-Reefs. Aber die vorherrschende Formation blieb auch hier Granit, welcher den ganzen Süden des sogenannten Kaiser-Wilhelm-Landes auszufüllen scheint. Ein Rundblick von jedem Hügel aus zeigt die Granitkuppen, wohin das Auge sich wenden mag. In einem heissen Nachmittagsmarsch zogen wir vorwärts gegen Westen. Etwa um 2 Uhr erreichten wir Simbuyi, eine kleine Makalanga-An-