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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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Ruinen. Formation.

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sie von hier aus das Muira-Thal und damit den Weg nach dem Osten und zur Küste in ihrer Hand. Etwa 2 1 / 2 deutsche Meilen ist es von hier zum Zambesi-Fluss. Der Ort ist wie geschaffen für eine Befestigung, welche den Zweck hat, einer Truppe Schutz zu bieten und gleichzeitig als Aufbewahrungs­platz für Gold- und andere Schätze zu dienen.

Dies war die Meinung von Herrn Gramann und mir, als wir in's Lager zurückkehrten, welches wir bei voller Dunkel­heit erreichten.

Verglichen mit den Mashonaland-Ruinen, welche wir später kennen lernten, gewähren diese Trümmerhaufen von Inja-Ka- Fura einen erheblich älteren Eindruck. Sie sind weit roher und viel mehr verfallen, und ich möchte annehmen, dass hier am Zambesi die südarabischen Goldsucher zuerst in Südafrika eingezogen sind. Bis zum Lupata hin konnten sie sehr wohl mit ihren Segelbooten bei normalem Wasserstand hinauffahren, und von dort gelangten sie durch die Muira-Enge direct an die Westgrenze des Goldgebietes, das sich von hier gegen Mas­honaland hinzieht. Capitao das Portas nannten, wie erwähnt, die Portugiesen den Kommandanten von Massapa.

Das Muira-Thal am Petersberg stellte recht eigentlich die Pforte dar, durch welche man in den Nordteil des antiken Eldorado gelangte.

Dass wir hier einer Goldformation gegenüberstehen, haben die Forschungen der drei letzten Jahre bewiesen. Die geo­logische Formation der Gegend ist die folgende.

Von Osten, von Tambara aus kommend, sehen wir vor uns von der Lupata-Enge aus N. N. W. gegen S. S. O. streichend ein Randgebirge, durch welches der Muifa seinen Weg, seiner Mündung in den Zambesi zu, bricht. Dieses Fura-Randgebirge besteht aus krystallinischem, und zwar phyl- litischem Schiefer. Es ist etwa 3 engl. Meilen breit. Dahinter im Westen befindet sich der Thalkessel von Inja-Ka-Fura, augenscheinlich alter Seenboden. Bald hinter dem Ort Inja- Ka-Fura im Longoe-Stock setzt der Schiefer in Diorite über, welche dem Schiefer parallel ebenfalls von N. N. W. gegen S. S. O. streichen. Dahinter, dem Ruenje zu, tritt Granit auf, immer wieder streifenweise von Schiefer und Dioriten durch­Peters, Im Goldland des Altertums. 3