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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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2. Am Zambesi.

kehrten wir in's Lager zurück, wo wir zu unserer Freude Herrn Gramann auf Besserung fanden. Mit diesem suchte ich am folgenden Morgen das südliche Flussthal ab, und Hess ihn am Nachmittag, um doch erst einmal eine reale Grund­lage zu gewinnen, den Flusssand des Muira-Thales auspfannen. Zu unserer Freude stellte er, obwohl ihm das Wasser nicht erlaubte, tief,' geschweige denn bis zum Felsgrund hinabzu­gehen, sofort wirkliches Gold im MuTra fest. Dies war mir ein weiterer Beweis, dass wir in der richtigen Gegend waren. Ruinen. Inzwischen fingen unsere Beziehungen zu den Einge­borenen an, besorgniserregend zu werden. Am 17. April hatte der Induna von Mafunda es für gut befunden, mit etwa 300 Flinten an meinem Lager demonstrativ vorbei zu defi­lieren zu Kamborote in Inja-Ka-Fura, mit dem wir ebenfalls noch keine Beziehungen angeknüpft hatten. Trotzdem ich die Eingeborenen wiederholt dazu aufgefordert hatte, war uns noch kein Getreide-Korn, kein Huhn von ihnen verkauft wor­den. Wir erfuhren, dass in Inja-Ka-Fura ein tagelanges Bier- trinken stattfinde, mit Kriegstänzen und Drohungen gegen uns. Jetzt fingen Mafunda-Leute an, Boten von mir abzufangen und meine Diener mit Drohungen einzuschüchtern. Mit Geheul tanzten Mafunda-Leute ihren Kriegstanz um unsere Zelte, und ich war froh, dass meine Tete-Träger noch nicht angekommen waren, weil diese sicherlich vor solchen Demonstrationen aus­gerissen sein würden. Indess sah ich ein, dass es so nicht weiter gehen könne, und schickte deshalb am Morgen des 20. April Mr. Puzey nach Inja-Ka-Fura, dessen Bewohnern er von Mitonda her bekannt war, um mit dem Häuptling Kamborote Rücksprache zu nehmen. Ich arbeitete inzwischen an Berichten für London im Lager. Gegen Mittag kam Puzey bereits zurück, den ich vor Abend nicht erwartet hatte, nahm mich in mein Zelt und sagte: ,,I have good news, I have seen the ancient ruins." Der Weg nach Inja-Ka-Fura führt an dem Hügel vorbei, der sich vom Petersberg dem Msusi-Berg nähert. An diesem hatte Mr. Puzey vom Fluss aus eine mächtige Cyklopenmauer gesehen, und war sofort zu mir zu­rückgeeilt, um mir die frohe Botschaft zu bringen. Ich besuchte diese Ruinen noch am selben Nachmittag mit Herrn Gramann.