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Im Goldland des Altertums : Forschungen zwischen Zambesi und Sabi / von Carl Peters. Mit ... Orig.-Ill. von Tennyson Cole
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In der MuYra-Enge.

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gefunden hatten, und am Nachmittag dieses 16. April ging ich mit Mr. Puzey bis zum südlichen Ende des Muira-Thales, welches an dieser Seite zwischen den schroff abfallenden Fels­wänden eine wirkliche Schlucht bildet. Der Schiefer nimmt an dieser Seite mehr und mehr eine rötliche Farbe an durch den starken Eisengehalt, welcher ihm inne wohnt. Ich konnte an diesem Nachmittag feststellen, wie genau unser alter Be­richt ist, wenn er sagt: ,,c'est dans cette montagne que la riviere de Dambarari passe vers le Nord". Der Fluss strömt im wahren Sinne des Wortes d u r c h den Berg, und da, wo er zwischen Mount Thornhill und Moiint Peters sich seinen Durchbruch erzwungen hat, ist seine Richtung direkt nördlich. Im mittleren und unteren Thale biegt er gegen Nordosten um. Hinter der eigentlichen Durchbruchsstelle gegen Süden wendet sich der Thornhill-Berg in weiter Biegung gegen Osten zu­rück, während der Petersberg gegen Westen abfällt. So bilden sie eine weite Bucht, umrandet von einem steilen Bergkranz. Gegen Südwesten nähert sich die östliche Umrandung einem südlichen Ausläufer vom Petersberg, um im Msusi-Berge sich noch einmal zu einem schroffen und mächtigen Schieferblock zu erheben, welcher den Gebirgskessel gegen Süden gewisser- massen abschliesst. Unter diesem Msusi-Berg liegt das grosse Kraal von Inja-Ka-Fura, wo der zweite Induna Macombe's, Kambarote, der Gouverneur der ganzen Landschaft Injakafura, welche sich von hier aus noch etwa 8 Meilen gegen Westen, Norden und Süden ausdehnt, residiert. Daü-Wanga von Ma- funda und Kambarote von Injakafura halten Wacht an der Nordgrenze gegen die portugiesischen Forts am Zambesi, und sie mögen an 1200 Gewehre zu ihrer Verfügung haben.

Die Eingeborenen hatten uns natürlich vom ersten Augen- Massapa. blick unseres Einmarsches an beobachtet, und keine unserer Eewegungen war ihnen entgangen. Schon am Sonnabend hatten sich mehrere von ihnen nachmittags bei unseren Zel­ten eingefunden, denen ich sagen Hess, sie möchten uns Hüh­ner und Essen zum Verkauf bringen. Am Sonntag Nach­mittag kamen Andere, welche uns sagten, sie kämen von Inja-Sapa.Wo liegt Inja-Sapa?"Oestlich von den Ber­gen, im Süden von Mafunda." Da hatten wir eine interessante