In Chinde. Abfahrt.
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Strand von Chinde.
der Lupata-Enge zu gehen. Wir waren im ganzen sechs Herren, von denen ich nur Mr. Puzey, Herrn Gramann und Herrn von Napolski erwähnen will. Dank der Unterstützung des liebenswürdigen Herrn Eddelbüttel von der International Flotilla & Transport Co. wurden wir mit unseren Vorbereitungen in einigen Tagen fertig und konnten am 3. April an Bord des „King" Zambesi aufwärts gehen. Es war der Ostermontag des Jahres 1899. Man wird verstehen, wie glücklich ich war, wenn man erwägt, dass wir allein 14 Tonnen an Gepäck hatten verpacken und verladen müssen. Soviel Gewicht schafften vornehmlich die Instrumente und Maschinen unserer geologisch ausgerüsteten Expedition.
Die ganze europäische Kolonie von Chinde gab uns das Abfahrt. Lebewohl vom Strande, als der „King" in weitem Bogen aus dem Hafen in den eigentlichen Chindefluss hineindampfte. Mit einem dreimaligen Hurrah und vielem Hutschwenken wurden wir auf unsere Reise entsendet. Wir erwidern die freundliche Begrüssung, und bald verschwindet Chinde hinter einem Vorsprung des grünumsäumten Elusses. Rechts und links sind Chinde -
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die Ufer mit Mangrovebusch bestanden, spiegelklar liegt sein Wasser unter uns im Schein der sinkenden Sonne, nur am Afterdeck wirbelt das mächtige Rad glitzernden Schaum empor. Vor uns beginnt sich der Himmel allmählich in all' die unsagbaren Farben des Tropenhimmels zu kleiden. Vom leuchtenden