Expeditionsplan. Abreise von Europa.
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finanzielle Grundlage für das Unternehmen zu beschaffen. Zwar wussten wir alle, dass ein derartiges Unternehmen, um solide aufgebaut zu werden, lang ausschauend sei, dass man praktische Ergebnisse nicht von heute auf morgen erwarten könne. Ich selbst war mir klar darüber, dass es mit einer Expedition nicht gethan sei, wenn ich mein ganzes Arbeitsprogramm durchführen wollte. Die Sache war gewagt, aber es war ja nicht das erste Mal, dass ich ein derartiges Unternehmen angriff.
Ende 1898 waren die Vorbereitungen in Europa abge- Abrei: schlössen, und am 21. Januar 1899 fuhr ich von London nach Southampton, um mich mit der Hawarden Castle nach Südafrika einzuschiffen. Am 9. Februar war ich in Kapstadt. Von dort fuhr ich über Johannesburg, Bulawayo und Salisbury, wo ich wichtige Geschäfte mit der Britisch-Südafrikanischen Gesellschaft abzuwickeln hatte, nach Beira, wo ich am 15. März eintraf. Hier zog ich die bereits vorher engagierten Herren meiner Expedition zusammen, mit denen ich am 28. März in Chinde, dem neuen Hafen an der Zambesi-Mündung anlangte.
Meine Seele war auf's Höchste angespannt im Hinblick auf die interessante Aufgabe, welche vor mir lag. Versuchen wir, das alte Ophir-Problem, über welches die Gelehrten seit Jahrtausenden gebrütet haben, zu lösen! Und lasst uns sehen, ob es uns gelingt, etwas von seinen halb sagenhaften Schätzen für uns zu heben ! Folgen wir den alten Spuren der portugiesischen Conquistadores des 16. Jahrhunderts! Wie bei Baretto ist Zambesi aufwärts auch die Losung bei uns.