Massapa.
Locirung Furas.
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Name Massapa durch eine leichte Lautverschiebung aus dem Worte Massaba entstanden ist, ähnlich wie der Sabi in einem seiner Hauptzuflüsse sich in den Rusapi umwandelt (Ru oder Lu ist Bantu-Präfix und bedeutet Fluss). Wir haben demnach auch bei Massapa wieder den sprachlichen Anklang, den wir bei Sabi festgestellt haben.
Ueber den Goldreichtum des Fura-Distriktes fand ich bei weiterem Verfolg der Sache alle Berichte einmütig. So erzählt die Deccada da Antonio Boccaro p. 586: „Es ist bemerkenswert zu beobachten, mit welchem wunderbaren Reichtum die Natur das Metall hervorbringt und entwickelt. Es ist durch glaubwürdige Zeugen wohl bekannt, dass in der Serra da Fura in ganz kurzer Zeit für über 40,000 Pfund Sterling Gold aus einem Steinbruch genommen wurden. In einzelnen Teilen auf der Oberfläche wurden Klumpen jungfräulichen Goldes im Wert von 400 Pfund Sterling gefunden und einige im Wert von 150 Pfund Sterling."
Diese Notiz der Deccada zusammen mit dem vorhin Wiedergegebenen legte mir den Gedanken nahe, ob es sich nicht auch vom materiellen Standpunkt aus verlohnen möge, dieses Eldorado des vielgenannten Fura wieder aufzusuchen.
Wo aber zunächst war Mount Fura, wie die Engländer Locirun s
° Furas.
ihn nannten, oder la grande montagne de Fura, wie es in meinem alten Atlas hiess, oder „Serra da Fura", wie die portugiesischen Schriftsteller sagten, zu suchen ? Auf Stanford's Karte von 1896 schien das Problem bereits gelöst, denn dort war er in Maschonaland als Mount Darwin eingetragen. Aber, wenn Mount Darwin der alte, auf unserer Karte gemeinte Fura- ßerg war, so musste entweder sehr viel Gold in seiner Nähe sein, oder aber ich musste annehmen, dass die alten Berichte überhaupt nicht stimmten, die ganze Sache also eine Fabel sei. Auf Stanford's Karte vom Jahre 1899 war die Identificie- rung von Mount Fura und Mount Darwin bereits wieder fallen gelassen, dafür aber das Old Fort Fura mit Dambarari ein gutes Stück weiter gegen Nordwesten vorgeschoben. Bent ebenso wie Theal Hessen sich durch den Fluss de Manzoro, oder Manzovo leiten, den sie ohne Weiteres mit dem Mazoe unserer Tage identificierten. Dies erschien mir zunächst sehr