Nachträge und Berichtigungen.
Seite 21 ist irrtümlich angegeben, daß sich Ende 1890 in Butnneng 700 Kaffeepflanzen befanden. Es muß heißen 7000.
Seite 27. Die Compagnie vergütet den Beamten die für deren Sammlungen aufgewendeten Auslagen. Thatsächlich hat sich die Sache so gestaltet, daß die Compagnie von solchen Sammlungen fast nichts erhalt, und daß sie darauf auch keinen Wert legt, da bereits auf eigene Kosten reisende Sammler im Schutzgebiet thätig sind, welche den Markt versorgen. Die in den Dienstverträgen enthaltenen Bestimmungen über etwaige Sammlerthätigkeit der Beamten bezweckt hauptsächlich zu verhüten, daß die Interessen des Dienstes unter der Neigung zum Sammeln Schaden leiden. Für Paradiesvögel zahlt die Compagnie jetzt ein Schußgeld von 10 Mark pro Stück.
Seite 34. Die Neuguiuea-Compagnie hat auf Grund mehrjähriger Erfahruug und der Beurteilung ihrer Beamten zwei Sorten (aus Waudsbeck uud Flens- burg) guter deutscher Biere hinausgesandt, die loeo Schutzgebiet zum Preise voil 70 bis 80 Pfennigen für die Flasche von 75 Centilitern abgegeben werden. Im Vergleich zu den Preisen der Nachbarländer Australien, Ostasien u. s. w., wo die Flasche Bier 2 Mark kostet, ist dies sehr billig.
Seite 41. Unter den im Bismarck-Archivel für Kaiser-Wilhelms-Land angeworbenen Arbeitskrästen befinden sich in nenester Zeit auch Frauen.
Seite 44. Die Uniformen für die Polizeisoldaten sind schon seit längerer Zeit abgeschickt worden.
Seite 51. In den ersten vier Jahren der deutschen Kolonisationsthätigkeit in Kaiser- Wilhelms-Land haben sich Eiugeborene dieses Landes nur vereinzelt zu Dienstleistungen anwerben lassen. In größerem Umfang ist eine derartige Anwerbung zuerst aus Anlaß meiner Finisterre-Expedition erfolgt.
Seite 55. Die Korallenformation beschränkt sich an der Astrolabe-Bai nach den neuesten Untersuchungen doch nicht ausschließlich auf deu Strand. Korallengestein ist ueuerdings, obwohl in sehr geringer Ausdehnung, auch in den der Küste zunächst gelegenen Hügelketten gefunden wordeu.
Seite 56. Die fich zwischen die Berggipfel hinter Stephansort einschiebende weite Ebene wird nach den Mitteilungen von Dr. Lauterbach, der zu Ende 1890 hier einen Streifzug unternahm, durch den Gogol-Fluß entwässert. Derselbe war für eine Dampfbarkasse 15 Km weit fahrbar. — Der von mir in Unkenntnis der früheren Benennung „Misfionsberg" getaufte Gipfel mit den drei Spitzen ist der durch seine charakteristische Form auffallende „Oertzenberg", so benannt nach dem früheren Neichskommifsar Herrn