Rhodejm.
Nachdem das Land am mittleren Sambesi seines Goldreichtums wegen schon frühzeitig von Egyptern, Phönikiern und Arabern besucht und ausgebeutet worden, allmählich aber in Vergessenheit geraten war, gehörte es im 15. bis 17. Jahrhundert zum Bantureiche Monomotapa; auch die Portugiesen drangen wiederholt in das Innere des Landes ein, ohne jedoch daselbst festen Fuß zu fassen und so war das Gebiet in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts für die Europäer eine tsi-ra inen^nita. In diese Zeit aber fällt eine Neubesiedelung des Landes durch Eingeborenen-Stämme. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts hatten sich die im Nordwesten des heutigen Sululandes ansässigen Amendebeli, deren Namen später in Matabele korrumpiert wurde, mit den Sulus vereinigt; als sich ihr Häuptling Mosilikatse aber dem mächtigen Sulukönig Tschaka gegenüber im Jahre 1817 in einem Streite um Beute unbotmäßig erwies, wurden er und sein Stamm von dem grausamen Herrscher zum Tode verurteilt. Die ganze Horde entzog sich jedoch diesem Machtspruch durch die Flucht nach den Ländern jenseits der Berge und tötete oder unterjochte die dort Angesessenen. Mosilikatse wurde, nachdem er 1836 den Buren Voortrekkern zunächst erfolgreich entgegengetreten war, Anfang 1837 von diesen seinerseits bedrängt und zog sich, im gleichen Jahre auch noch vom Sulukönig Dingaan bedroht, über den Limpopo zurück, unterwarf sich, in grausamer Weise das Land entvölkernd, die dort unterhalb der Victoriafälle an beiden Ufern des Sambesi lebenden friedlichen und geschickten Makalaka-Stämme und gründete das große Mata- bele-Reich. War früher aus diesen Gebieten ein regelmüßiger Versandt von Gold nach Portugiesisch-Ostafrika erfolgt, so wurden während der Kämpfe viele Goldfelder verlassen und vergessen, und der Matabele-König verhinderte nachdrücklich das Goldsuchen überhaupt, um nicht die Habsucht der Weißen auf sein Gebiet zu lenken.
Auch nördlich vom Sambesi waren Anfang des 19. Jahrhunderts einschneidende Machtverschiebungen eingetreten. Ein Teil des Betschuanenstammes der Makololo war 1824 umer seinem Häuptling Sebitoane vom oberen Schire bis zum oberen Sambesi vorgedrungen, unterwarf sich die kulturell hochstehenden Makalaka, die Barotse u. a., besiegte zeitweilig sogar die