Teil eines Werkes 
Bd. 2 (1889)
Entstehung
Seite
567
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Königliche Order an den Gesandten Meinertzhagen im Haag. 567

Vorhandenen Effecten, die sonst ohnedeme nur verderben würden, guten Theils mit bedienen, es sei, daß Wir solche in nawra gebrauchen oder verkaufen laßen wollen.

Da Wir aber nicht eigentl. wißen, was vor Uns am rathsamsten, diese ZMeeten dnrch eine öffentl. Verkaufuug loszuschlagen und die daraus fallende Gelder zu Einhaudlung eiues volleukommen zugetakelten Schiffes und deßen fernerer Ausrüstuug hinwieder anzuwenden oder ein ungetakeltes bloßes Schiff vorhero zu kaufen und die M'eeten, sonderlich was man an Ae^len, Ankers, 'lauen und Kanonen nöthig, darzn zu ernvlo^ren oder ein mit aller Zubehör Verseheues Schiff vor eiueu billichen Prei^ zu mietheu, die sämtl. Z^tleoten dennoch zu verkaufen und die davon faltende Gelder zu dem benöthigten ?rovwnt und Oarg-aisonen zu gebrauchen.

Ihr habt demuach Eure ohumaasgebliche Gedanken sowohl über das eine als das andere sorgfältig ergehen zu laßen und Uns solche mit einer aoeuraten Ausrechnung, wie eines gegen das andere stehet, je eher wie lieber zu eröffnen, damit Wir bei Zeiten zur Sache schreiten können, denn Wir gerne die Xegers womöglich in 14 Monaten hier haben möchten.

Seind v. Geben zu Berlin, den 8^" December 1714.

(gez.) IlAku.

An

?i'Ä68iä6nt und Vewindhaber zu Embden.

Ur. 188. 1 Königliche Order an den Gesandten Weinertzhagrn im Haag. Wm 29. September 1717. K. 65. 37.

Friderich Wilhelm König v. Eure wegeu Unserer ^krieanischen LoinpÄßnie bisher unter ver­schiedenen clg-tis an Uns abgestattete Relationen haben wir insgesamt zu rechte erhalten. Es sind auch die dariu vorgeschlagene Lxneäitiones zwar ausgefertiget und Uns zur Unterschrist vorgeleget worden, Wir mögen Euch aber uicht bergen, daß, gleich wie Wir dieses ^krieanischen Ooinrnereien-Wesen und, daß solches von einigem reellen Nutzen vor Uus sein köuue, jedesmal und von aller Zeit her als eine Lniinere angesehen, also Wir auch ermelte ^xoeclitiones zu vollziehen und die Feder deshalb